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Kernfusion - unsere Forschungsministerin ist immer für einen Lacher gut (Sonstiges)

Ulrich, Donnerstag, 15.12.2022, 09:05 (vor 1129 Tagen) @ majae

Ich würde eher auf eine Mischung aus Inkompetenz, fehlender qualifizierter fachlicher Beratung und Wunschdenken tippen. Der Verlust an Fachkompetenz bei der FDP über die letzten Jahrzehnte ist riesig, und zudem ist Frau Stark-Watzinger eine Fehlbesetzung. Sie kommt aus dem Finanzbereich, mit Forschung hat sie nicht viel am Hut.

Ich habe eh den Eindruck, Personen sie sie oder auch Christian Lindner sehen zu viele Hollywood-Blockbuster. Im wahren Leben gibt es keine genialen Wissenschaftler, die fünf Minuten vor dem Ende des Films eine geniale Idee haben und damit die Welt retten. Solche Ideen sind verlockend. Statt Deutschland mühselig durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, durch den Umbau der Industrie, durch die Verbesserung der Wärmedämmung unserer Gebäude, durch eine Verkehrswende umzustellen packt man einfach ein paar Fusionskraftwerke auf die Grüne Wiese, und ansonsten macht man weiter wie bisher. Das ganze passt in eine Reihe von Aussagen der letzten Zeit, z.B. auf die Forderung nach einem Verzicht aus dem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, weil man ja einfach auf E-Fuels umstellen könne.


Die gleichen Leute spekulieren auch darauf, in Zukunft einfach unsere CO2-Emissionen wieder aus der Luft saugen zu können.
Das lustige ist ja, dass uns die Wissenschaft schon vor Jahrzehnten ein Tool zur Rettung gegeben hat: Photovoltaik.

Zudem sollte man die Windenergie nicht vergessen. Die liefert im Winterhalbjahr, wenn die Photovoltaik schwächelt, deutlich mehr Strom als im Sommerhalbjahr. Leider stagniert hier der Ausbau noch immer, den Anlagenbauern geht es richtig schlecht. Die letzte Ausschreibung der Bundesnetzagentur wurde zu weniger als 60 Prozent gezeichnet. Die Vergütung ist aktuell auf 5,88 Cent gedeckelt, das ist angesichts der steigenden Anlagenpreise und des gestiegenen Zinsniveaus in weiten Teilen Deutschlands zu wenig, um rentabel arbeiten zu können. Zwar erzielt man an der Leipziger Strombörse zwar aktuell deutlich höhere Einnahmen. Aber man befürchtet, dass die von Staat fast komplett abgeschöpft werden, und zudem weiß man nicht, wenn die Preise wieder fallen werden.

Und auch die letzte Photovoltaik-Ausschreibung wurde nicht komplett gezeichnet. Auch hier war ein Deckel unterhalb von 6 Cent pro kWh zu niedrig.


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