schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Kann jemand was zu ihm sagen? (BVB)

VM ⌂, Lüdinghausen, Mittwoch, 16.07.2025, 11:03 (vor 181 Tagen) @ AGraute

Durch die zunehmende Verbreitung von Multi-Club-Ownerships ist der Talentemarkt deutlich kleiner und komplizierter geworden. Talente, die sich einem dieser Konstrukte anschließen, verschwinden oft vom normalen Transfermarkt. Sie werden gezielt in Vereinen geparkt, die ihrer vermeintlichen momentanen Leistungsstufe entsprechen - mit dem Ziel interner Entwicklung. Für Klubs auf ähnlichem Niveau gibt es dann keinen fairen Zugriff mehr. Das sorgt für ungleiche Bedingungen.

Japp, dass ist definitiv ein Problem. Vermutlich stammt auch daher der Gedanke bzgl. Kooperationen mit anderen Vereinen.

Dass es an individueller Qualität mangelt, sehen Frankfurt, Gladbach und Stuttgart offenbar anders - sonst würden sie nicht vermehrt Talente aus dem BVB-Nachwuchs verpflichten. Es scheint also entweder ein Übergangsproblem zu sein, das nun immerhin erkannt wurde oder man schätzt eigentlich alles richtig ein und muss sich nur die Frage stellen, wie man aus den eigenen Talenten, die es nicht in die erste Mannschaft des BVB schaffen, den maximalen monetären Erfolg erzielen kann.

Alle drei genannten Vereine habe andere sportliche Voraussetzungen und Anforderungen. Eintracht Frankfurt hat in den letzen 10 Jahren nur eine Saison in der UCL gespielt, ebenso der VfB Stuttgart, der in den letzten 10 Jahren ganz andere Saisonziele hatte. Und die Ponys haben seit 2020/2021 kein Spiel mehr auf internationalem Parkett bestritten und verschwinden immer mehr im Mittelmaß. Letztmals haben sie eine Saison 2020/2021 auf einem einstelligen Tabellenplatz (8.) beendet.

Talenteentwicklung ist schön und gut, aber die sportlichen Ziele werden beim BVB immer priorisiert werden.

Natürlich.

Transfers wie Meiser oder Campbell zeigen umgekehrt, dass auch andere Vereine ihre eigenen Jugendspieler nicht für stark genug halten und lieber in externe Talente mit besserer Ausbildung investieren. Das ist ein völlig normaler Mechanismus. Gladbach und Stuttgart haben auch Innenverteidiger oder offensive Außenspieler in der U19; scheinbar reicht deren Qualität allerdings nicht aus und die Vereine investieren lieber in Spieler mit besserer Ausbildung oder höherer individueller Qualität.

Ob Meiser und Campbell sich bei anderen Bundesligisten durchsetzen können, ist ja noch offen.

Der BVB möchte ja gerüchtehalber mit Aguado ein IV-Talent von Real verpflichten. Offensichtlich ist man also der Meinung, dass Aguado unserer Profimannschaft mehr als Meiser helfen kann. Im Optimalfall entwickelt man wie La Masia eine vollständige Profimannschaft, die den eigenen Jugendbereich durchlaufen hat, aber da sind 99% aller Vereine ziemlich weit von entfernt. Im Zweifel zählt immer sportliche Qualität mehr als emotionale Verbundenheit aufgrund von Vereinszugehörigkeit in der Jugend.

"La Masia" ist sicherlich State of the Art, aber es gibt ja zig Talente, die es nicht nach La Masia schaffen oder dort aussortiert werden. Die sind ja nicht automatisch zu schlecht für den BVB.

Ich finde einfach, dass wir da in den letzten Jahren ein bisschen den Fokus verloren haben, solche Spieler zu finden und weiter zu fördern.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1522499 Einträge in 16367 Threads, 14352 registrierte Benutzer Forumszeit: 13.01.2026, 20:35
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln