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Niko Kovac über eine Holding Six (BVB)

Arel, Donnerstag, 31.07.2025, 13:06 (vor 165 Tagen) @ koom

Kovac System benötigt manche "klassische" Position nicht. Unter Frankfurt, teilweise in München und auch jetzt spielt er ein 5-2-1-2. Hinten eine Dreierkette. 2 Schienen-Spieler auf den Außen, die auch nach vorne sehr viel machen. Im Mittelfeld 2 "zentrale" Mittelfeldspieler. Im Grunde Allrounder-8er, die nach vorne und hinten arbeiten. Davor dann ein 10er, vorne 2 Mittelstürmer. Diese letzten 3 Positionen hat er aber auch je nach Bedarf mit 3 echten Mittelstürmern mal besetzt, oder wie momentan typisch ein MS, ein Halbstürmer und ein 10er.

Aussenstürmer gibt es bei der Aufteilung nicht. Eine Holding-Six, also ein Spieler, der den Raum vor der Abwehr besetzt, braucht es nicht so sehr, weil diese Aufgabe von der Dreierkette und den 8ern übernommen wird.

Defensiv ist man insgesamt sehr gut besetzt. Gute Torhüter. In der Dreierkette mit Schlotti, Anton, Süle, Can 4 sehr starke Spieler, dazu mit Ryerson und Bensebaini gute Leute, die dort auf gutem Niveau aushelfen können. Die Schienen sind auch hier gut besetzt mit Svensson und Couto als Erstbesetzung und erneut Bensebaini und Ryerson als Ersatz/Variante.

Offensiv wird man wohl etwas als Alternative zu Brandt suchen. Chukwuemeka spielt da wohl eine gewisse Rolle.

Rein spieltaktisch ist diese Herangehensweise von Kovac schon durchdacht. Die wohl größten Probleme kann man haben, weil man vorne quasi "nur" 3 Offensive hat. (4-3-3-Varianten meistens eher 4). Aber die sind dafür alle sehr zentral, wo die meisten anderen Systeme wiederum nur 2 haben (Mittelstürmer, offensiver Mittelfeldspieler). Das ist dann durchaus ein Problem für den Gegner, weil das eklig zu verteidigen ist.

Ich finde deine Überlegungen zur taktischen Ausrichtung und Personalplanung interessant und nachvollziehbar. Dennoch habe ich etwas Bauchschmerzen bei der Besetzung der Schienen, die in dem System einfach eine enorme Bedeutung haben, da sie diejenigen sind, die die Breite besetzen und auch offensiv Gefahr erzeugen müssen. Dahingehend finde ich Ryerson allerdings ziemlich limitiert und Couto hat ja hier leider noch gar nicht Fuß gefasst. Svensson gefällt mir schon gut, ist für mich aber auch kein klassischer Schienenspieler, sondern zieht viel nach innen und hat durch sein gutes Passpiel dort auch seinen Wert (gestern hat er ja auch wieder, taktisch vorgegeben, so gespielt - und Adeyemi musste dann die Breite halten, der aber eigentlich auch näher am Tor spielen sollte meiner Meinung nach). Bensebaini finde ich völlig ungeeignet für die Rolle und sehe ihn demenstprechend auch primär als Schlotterbeck-Vertretung/Backup, wenn wir bei der 3er-Kette bleiben. Dementsprechend ist mir noch nicht so recht klar, wie wir auch über die Außen Gefahr erzeugen möchten, vor allem da wir nach dem Abgang von Gittens im Grunde ja auch keine offensiven Außen mehr haben.


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