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International Football Association Board (IFAB) tagt am 20.01.26 (Fußball und Sport allgemein)

John Silver, Freitag, 16.01.2026, 17:25 (vor 13 Stunden, 36 Minuten) @ Guido
bearbeitet von John Silver, Freitag, 16.01.2026, 17:29

Ja, die Änderung der Abseitsregel wäre keine kleine Änderung. Das würde das Spiel deutlich verändern. Ich weiß allerdings noch nicht, ob insgesamt zum Besseren oder Schlechteren. Die Idee ist ja vermutlich, die sehr hohen Abseitsfallen weniger sinnvoll zu machen und damit die Spieler auf dem Platz zu entzerren und mehr Platz für Spielerisches zu schaffen.

Wenn das das Ziel ist, könnte man aber (theoretisch!) auch das Feld wie beim Eishockey in drei Drittel teilen und die Abseitsregel im neutralen Drittel aufheben. Das wäre zwar ein noch massiverer Eingriff in das Regelwerk, aber einer an den man sich schnell gewöhnen könnte und der vor allem auch im Amateurbereich anwendbar wäre. Generell wäre ich aber in einem solchen Fall ohnehin dafür, dass erst einmal testweise in einer kleinen Liga zu probieren.

Eigentlich gibt es überhaupt keinen Grund dafür, die Abseitsregel zu ändern. Gerade sie ist ein wesentliches Element des Spiels und sorgt mit dafür, dass dieses schöne Spiel in aller Welt so beliebt ist. Im Grunde ist das Fußballspiel in seinem Regelwerk wunderbar austariert, funktioniert vom höchsten Profilevel bis zum Hobbykick nach den gleichen Gesetzen, die auch auf jeder Ebene funktionieren können.

Gleichzeitig ist der Ausgang des Spiels fast immer ungewiss; mitunter wirft ein Fünftligist den Erstligisten aus dem Pokal oder das Weltmeisterteam unterliegt dem Underdog: Niemand weiß wie's ausgeht. Das ist bei den meisten anderen Mannschaftssportarten weniger ausgeprägt.

Was die Sache in den letzten Jahren so bedenklich gemacht hat, sind Interpretation und Praxis der Regelüberwachung. Da ist einmal die geradezu irre Auslegung des Handspiels, wo selbst aus zwei Meter angeschossene Hände, die in normaler Position neben dem Körper herabhängen, zu Elfmeter führen, ohne dass der Spieler diese auch nur ansatzweise zum Ball geführt oder ausgestreckt hätte. Da ist zum anderen die Auslegung der Abseitsregel, bei der Fußspitzen, Knie und Nasen eine Rolle spielen, auch wenn ein Stürmer sich vor dem Torschuss auf gleicher Höhe wie ein Abwehrspieler bewegt. Nur das aber sollte entscheidend sein: Grundgedanke der Regel war und ist, dass kein Stürmer ausschließlich vor dem gegnerischen Tor rumlungert und auf Zuspiele wartet.

Ob dann ein Team seine Abwehr sehr hoch stellt, ist doch völlig wumpe. Das erhöht ja andererseits das Risiko, dass die gegnerische Mannschaft - wenn sie diese Abwehr regelgerecht aushebelt, nicht ins Abseits läuft und schnelle Leute hat - sehr gute Möglichkeiten zum Erzielen eines eigenen Tores hat. Eine Regeländerung oder Aufteilung des Feldes in Zonen wäre da unnötig und kontraproduktiv.

Früher haben die Schieds- und Linienrichter sofort entschieden - Nasen- und Fußspitzen spielten da keine Rolle. Mitunter lagen sie auch mal falsch in der Bewertung, dann war man kurz sauer, sofern es die eigene Elf betraf - aber es ging weiter und man hat es akzeptiert. Meistens glich es sich über kurz oder lang aus und die Trefferquote der Schiedsrichter war so schlecht nicht.


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