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Mal unaufgeregt betrachtet (BVB)

Chris, Kevelaer, Dienstag, 31.03.2026, 18:26 (vor 17 Stunden, 23 Minuten) @ Klopfer

Eigentlich geht es sich im Wesentlichen ja "nur" darum, dass eine große Diskrepanz zwischen dem besteht, was Verein und Spieler ganz offensichtlich aus einer etwaigen Vertragsverlängerung machen wollen würden (Entscheidung mit Signalwirkung, Zeichen großer Identifikation eines Spielers, der angeblich besonders für Borussia Dortmund stehen würde) und dem, was offensichtlich den Tatsachen entspricht (bis heute keine Einigung trotz eines werthaltigen Angebotes, Pokern auf einen anderen Karriereschritt, Spielen auf Zeit und Offenhalten einer Rückfalloption).
Die Vertragsparteien scheinen damit einigermaßen fein zu sein - für die Spielerseite aus den genannten Motiven, für den Verein, weil man offenbar die Chance auf die Verlängerung (bis Zeitpunkt X) weiterhin als Mehrwert ansieht (und man sich ggf. eben noch im verabredeten Zeitrahmen befindet).
Dass man es als Fan des Vereins schwierig findet, wenn ein Spieler, dem eine herausgehobene Rolle und vermeintliche Verbundenheit zugeschrieben werden (teils vom Verein so transportiert, teils selbst so empfunden), so lange zögert (und offen mit anderen Optionen kokkettiert) ist doch klar. Das haben nach meiner Wahrnehmung viele bisher resignierend (Stichwort Fußballgeschäft) zur Kenntnis genommen. Das Interview von gestern Abend, in dem Schlotterbeck zwar meinetwegen richtigstellend auf aktuelle, falsche Berichterstattung reagiert, gibt dem Ganzen aber nochmal eine andere Qualität, weil er das in der Art und Weise so nicht hätte tun müssen. Er dokumentiert nun Ende März nochmal für alle öffentlich, dass er sich immer noch nicht zu einer eigenständigen Entscheidung pro Borussia Dortmund durchringen kann, weiterhin auf Zeit spielt und Dinge (Wechsel des Sportdirektors) vorschiebt. Das Märchen von einem, der sich ganz besonders mit diesem Verein identifiziert, war auch vorher schon lange auserzählt, aber er hat nochmal endgültig klar gemacht, dass für ihn weiterhin nur seine persönliche Verhandlungsposition wichtig ist. (Und diesen bewussten Schritt ist er in der Kommunikation auch noch sehr plumpp gegangen.)
Da finde ich es nur menschlich, dass jetzt Verständnis und Geduld bei den meisten am Ende sind. Das hat meines Erachtens aber weniger mit der (üblich unerträglichen, aufmerksamkeitsheischenden) Berichterstattung rundherum zu tun, als mit dem mangelndem Commitment eines Spielers, der eigentlich genau mit dem Stempel versehen werden soll(te).
(Nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit (z. B. Hummels) ist die breite Masse sich trotz vorübergehender Emotionalität später in aller Regel nicht zu schade, Spieler nach Umkehr doch wieder zu erhöhen. Von daher werden sich später wohl wieder nur wenige nachhaltig erinnern, sollte Schlotterbeck verlängern und gute Leistungen zeigen. Dürfte also für ihn und den Verein alles laufen.)


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