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Warum? Nicht mehr Zeitgemäß (BVB)

Jonny Murgsbrüller, Mittwoch, 27.05.2026, 15:05 (vor 16 Stunden, 42 Minuten) @ markus

Hast du mitbekommen, dass es hier nicht um die normale, im Inflationsbereich liegende Erhöhung, sondern um die "Anpassung", sprich Neugestaltung des Stadionplans ging?

Auch die Stehplatzkarten sind eigentlich viel zu günstig angesichts der riesigen Nachfrage. Der BVB verkauft seine Dauerkarten insgesamt deutlich unter dem Wert, der durch Angebot nach Nachfrage zustande kommen würde.

Das ist das Argument des Vereins, welches man so auch stehen lassen kann. Aber wie war der Slogan? Fußball muss bezahlbar bleiben?

Da werden jetzt einige empört sein, aber ich würde auf die Ultras Rücksicht nehmen, die mit Stimmung und Choreos den Besuch für alle zum Erlebnis machen. Da ist der Gegenwert so hoch, dass dieser harte Kern kostenlos rein könnte. Alles, was hauptsächlich nur konsumiert und meckert (mit dem Anspruch, 75 Punkte in der Liga zu holen) sollte mehr zahlen.

Ja, ich bin empört. Wir hatten schon von 1981 an Dauerkarten und glaube mir, da war der Konsum deutlich schwerer zu verdauen.
Und als ich Ende der 80er auf die Süd gewechselt bin habe ich mir (wie die meisten anderen) auch ein Jahrzehnt lang dort die Kehle aus dem Hals gesungen. Ich brauchte dafür keine Ultras und die anderen brauchten auch keine Ultras. Die Stimmung wurde auch seinerzeit trotz deutlich kleinerem Stadion schon hochgelobt.

Das summiert sich aber. Es sind ja dann jedes Jahr weitere x-Millionen Differenz, wenn der BVB Preiserhöhungen unterlassen würde.

Es ist und bleibt nur ein kleinerer Teil der Einnahmen.

Solche individuellen Fälle gibt es natürlich immer. Aber Tatsache ist, dass die Karten schon sehr lange nur im Rahmen der Inflation angepasst wurden, in den beiden Jahren mit hoher Inflation sogar deutlich niedriger. Sprich: Inflationsbereinigt sind die Karten günstiger als vor Corona.

Die meisten Leute auf West und Ost (Unterrang) haben die Karten seit 90/91 und ich würde wetten, dass die Preise über der Inflation seit dieser Zeit erhöht wurden. Aber wie gesagt, es geht nicht um die jährlichen Erhöhungen sondern um die vermutlich krass ausfallenden Anpassungen die nächstes Jahr vorgenommen werden sollen.

Das summiert sich aber. Es sind ja dann jedes Jahr weitere x-Millionen Differenz, wenn der BVB Preiserhöhungen unterlassen würde.

Ist trotzdem ein eher geringer Betrag in der Branche bei dem man überlegen sollte ob man ihn nicht anderswo kompensieren kann damit "der Fußball bezahlbar bleibt".

Die Rentenlücke ist aber auch bekannt. Finde es immer witzig, wenn man problemlos 100€ fürs Streaming zahlen kann oder 300€ für Zigaretten, dann aber meint, man habe keine 50€ für einen ETF Sparplan übrig.

Es geht hier nicht um Rentenlücke oder Politik. Fakt ist nun mal, dass ein Rentner weniger hat und es Rentner auf den Tribünen gibt die bereits den Wert eines Zweifamilienhauses in den Verein gesteckt haben und sich mit drastischen Preisanpassungen schwer tun werden.
Zu behaupten die Leute würden alle das Geld verrauchen und in Pay TV stecken ist frech. Bei mir liegst du in beiden Punkten falsch. Außerdem würde selbst ein Abo für 100 €/ mtl. bald billiger als ein Stadionbesuch. Dann haben wir endlich den Fußball für Bonzen anstatt für Fans.

Du hast bei jeder Preiserhöhung aber auch ein Sonderkündigungsrecht. Du bist nicht verpflichtet, den Preis zu bezahlen.

Klar, die Leute, für die der Punkt der Bezahlbarkeit überschritten ist kündigen den Vertrag und machen den Platz für die reichen Fans, die nicht meckern...hahaha, frei.


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