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kleiner Einwurf aus philosophischer Perspektive (Sonstiges)

Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Montag, 04.05.2020, 16:54 (vor 2067 Tagen) @ Garum
bearbeitet von Schleicheisen, Montag, 04.05.2020, 16:57

Geht es um dein Leben oder mein Leben? Wer oder was maßt sich an über Leben zu entscheiden?

Sowohl kulturell als auch juristisch geht man ab einem gewissen Lebensalter in unseren Breitengraden vom Konzept der Selbstbestimmung aus, also lautet die Antwort auf Deine Frage an der Stelle: "Du selbst weil jeder für sich selbst".

Das ist dann auch- wenig originell- die Antwort auf die meisten Deiner anderen Fragen.

Ich hatte zwar einige Schwierigkeiten den ersten Text zu lesen, das scheint aber der Philosophie inne zu liegen dass deren Texte zumeist unlesbar sind ;-)

Und möglicherweise ist ein Fussballforum vom Ballspielverein (und natürlich von jedem anderen auch genau so wie das Motorsportforum, in welchem ich ebenfalls gerne lese) nicht die geeignetste aller Plattformen um eine solche Diskussion zu führen. In dem angesprochenen Text wird aber doch eine wie ich finde ganz interessante Frage angestossen, die da, lax formuliert, lauten könnte:

Wie halten wir es denn mit dem Tod und der damit verbundenen Sterblichkeit die uns endgültig unsere persönlichen Grenzen aufzeigt?

"Früher" konnte man es sich noch "leicht machen": in der Antike hat man das Nicht- wissen akzeptiert und daran gearbeitet, was man sich selber erschliessen konnte.

In den "religiösen Zeitaltern" hatte man in den verschiedenen Religionen, egal in welchen, irgendwelche Ewigkeitsversprechen, gelegentlich mit angedrohten Sanktionen wie Höllen oder Fegefeuern oder schlechtem Karma, such Dir was aus :-)

Und der moderne Mensch braucht nichts mehr glauben weil er ja weiß. Beziehungsweise: meint zu wissen. Damit fällt diese tröstliche Fluchttür zu und man bleibt allein mit sich und seiner Angst vor dem Tod.

Und wenn einem dann nichts besseres einfällt versucht man halt das Leben bis ins Unermessliche zu verlängern. Und ist enttäuscht wenn das vorhersehbar nicht gelingt.

Oder ganz einfach gesagt: man könnte ja einfach mal wieder akzeptieren dass man selber und angenehmerweise auch (fast, den Highländer ausgenommen) jeder andere auch sterblich ist, weil man es nicht ändern kann dann nicht weiter DARÜBER nachdenken sondern darüber, was denn nun "das Leben", also das individuelle oder das allgemeine, zu einem "guten" machen würde.

Kommt man aber irgendwie nicht dazu weil in der öffentlichen Diskussion dieses thema natürlich viel zu komplex ist und ja die Coronakrise besprochen werden muss. Davor waren es Finanz- und Flüchtlingskrise und wenn wir den aktuellen Driss hinter uns haben werden die Herren Trump und Xi Ping oder wie der heisst vielleicht ein neues Kapitel Handelskrise schreiben.

Und das ist, glaube ich, schade weil man sein Leben in der Zwischenzeit vielleicht hätte etwas "sinnstiftender" hätte gestalten können, ob das nun ein paar BVB Spiele mehr, ein paar mehr Parties oder auch vielleicht die Rettung des Regenwaldes bedeutet hätte.

Aber eben nicht verpasst weil man nicht darauf gekommen ist die Ausgangsposition einfach mal in Frage zu stellen.

Oder noch einfacher:

Das Leben ist eine Krankheit die durch Geschlechtsverkehr übertragen wird und unweigerlich zum Tode führt...

Hab ich die Tage schonmal geschrieben, stimmt immer noch :-)


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