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Die Grünen fordern eine Erhöhung des Hartz4 Regelsatzes auf 603 € (Sonstiges)

Philipp54, Mittwoch, 24.06.2020, 11:56 (vor 2017 Tagen) @ Rupo

Moin,

Gibt es hier Leute im Forum die von Hartz 4 leben.
=> hab davon gelebt

Wie kommt ihr damit zurecht?
=> eher schlecht, zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.
Das große Problem ist von jetzt auf gleich die Nebenkosten runter zu fahren, Beiträge, Versicherungen, etc.

Reicht es zum Leben oder ist es menschenunwürdig?
=> die soziale Teilhabe fällt komplett flach. Man kann gerade so seine primär Bedürfnisse erfüllen (essen, schlafen, Pflege, etc.). Ansonsten geht gar nix mehr. Man fällt auch in ein Loch, wird depressiv, kommt sich wertlos vor. Fördern und fordern, kann man im Prinzip nicht erfüllen mit dem Geld. Erst wenn man an einen höheren Satz kommt durch Umschulung, andere Maßnahmen, etc. geht es so langsam wieder.

Insgesamt ist das, was Genosse Schröder und VW Peter Hartz da geschaffen haben eine riesen große Verarsche an der Basis der Bevölkerung.

Ausweg wäre das bindungslose Grundeinkommen, wobei man dann über die Höhe reden müsste. Ich hatte damals: rund 400 Euro H4+Miete=da war ich auch bei knapp 1TSD Euro pro Monat und es hat hinten und vorne ein Jahr nicht gereicht.

Bedauerliche Erfahrung, die Du machen mußtest.
In Finnland brachte das Grundeinkommen wenig bis keinen Erfolg bei der Arbeitsmotivation/Vermittlung/in Arbeit kommen, leider. In der Lebenszufriedenheitsskala Verbesserungen/Erleichterungen.

In Österreich ist letztes Jahr das Volksbegehren dazu gescheitert.
Die Idee war, dieses Grundeinkommen über eine Transaktionssteuer zu finanzieren.
Ein Weg, der auch Richard David Precht propagiert. Was er in seinen Beiträgen/TV-Sendungen mMn richtig darstellt, ist der Zusammenhang zwischen der digitalen Welt und weiter sinkenden Beschäftigungszahlen und aussterben von Berufszweigen., die nicht durch Umschulungen und Fortbildungen/Qualifikationen aufzufangen sind. Eine Überqualifikation schafft keine neuen Arbeitsplätze, sondern schließt ausreichend Qualifizierte weiter aus.
Um die eigene Wirtschaft zu stärken,wird man an Einfuhrbeschränkungen nicht vorbei kommen, bzw. eine Rückholung der Produktivität wieder nach D forcieren. Made in Germany oder zumindest ein Made in EU als Wertigkeitszeichen.


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