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Krypto = Spekulation (BVB)

Timo_89, Dienstag, 06.08.2024, 19:32 (vor 651 Tagen) @ herrNick

Und zwar zu einem ganz, ganz überwiegenden Teil. Viele Kryptowährungen stehen nach wie vor bei Marktkapitalisierungen, die sich rational und über ihren echten Nutzen für die Welt oder klassische Bewertungsmodelle nicht rechtfertigen lassen. Aber seit Jahren spekulieren halt sehr viele Menschen und halten das Spiel damit am Laufen (analog zu Meme Stocks), weil sie ebenso reich werden wollen, wie diejenigen, die früh dabei waren. Das gelingt einigen, aber der überwiegenden Mehrheit natürlich nicht.

Bitcoin als digitales Gold in einer digitalen Welt hat eine gewisse Berechtigung. Nicht zuletzt seit Blackrock und alle namenhaften Vermögensverwalter vor einigen Monaten ihre Spot Bitcoin ETFs aufgesetzt haben, wodurch man Bitcoin wie eine Aktie ins Portfolio legen kann und keine Wallet mehr braucht, investieren auch Institutionen vermehrt, darunter Pensionskassen in den USA. Niemand, der Kryptowährungen skeptisch gegenüber steht, kann vermutlich verhehlen, dass er es für möglich gehalten hätte, dass sich Bitcoin a) solange hält und funktioniert und b) nach wie vor bei 56.000 USD steht. Dinge ändern sich. Bitcoin ist eines der am besten performanten Assets im letzten Jahrzehnt. Mit Ankunft der großen Institutionen ist Bitcoin noch ein Stück normaler geworden.

Mit Abstrichen gibt es dann noch Interesse an Ethereum, als Asset, aus der Welt des Geldes in den USA und den sogenannten Kleininvestoren - darunter fällt die "Qualität" dann schon deutlich ab. Nicht umsonst machen Bitcoin und Ethereum 70% der gesamten Marktkapitalisierung von tausenden von Kryptowährungen aus. Die anderen 30% bestehen dann zu einem nicht unwesentlichen Teil aus anderen Blockchains, die sich irgendwie an Ethereum reiben oder spezialisieren oder irgendwas besser, schneller, anders machen wollen. Und natürlich sehr vielen Meme Coins. ;)

Einen Case haben aber noch Stablecoins, also USD Tokens, die über die Blockchain cross border schnell, günstig und ohne Zugang zum Bankensystem (wichtig im globalen Süden) versendet werden können.

Aber klar, die ganzen Anwendungsfälle, die so über die Jahre angepriesen wurden, z.B. für Gaming, Musikindustrie, Sportindustrie usw sind in den seltensten Fällen wirklich zu einer großen Sache geworden. Man könnten den BVB Partner Sorare nennen, die Communio oder Manager Spiele auf die Blockchain gebracht haben. Da besitzt du nun deine Spieler als Token mit einem echten Geldwert. Das hält sich schon ziemlich lange und hat wirklich eine Community und Spieler, die das gerne spielen und Partnerschaften mit der Premier League und so weiter.

Ansonsten denkt Larry Fink (Blackrock) noch über die Tokenisierung von Finanzmärkten nach, weil es viel Papierkram (und damit Kosten) reduzieren könnte, wenn man gewisse Prozesse nicht mehr manuell abwickeln würde, sondern automatisiert in Echtzeit auf der Blockchain. Aber da ist man noch in einer ganz frühen Phase.

Unterm Strich, ein paar gute Sachen gibt es, aber viel ist natürlich Spekulation. Aber Spekulation ist ja auch schon ein "Use Case" für sich, seit es Menschen gibt, oder? ;)

Damit schließt sich der Kreis wieder zu unserem neuen Sponsor ...


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