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Zynisch, aber vielleicht nicht ganz unwahr…. (Sonstiges)

Schleicheisen, Anner Rur ohne "h", Mittwoch, 09.09.2020, 15:39 (vor 1941 Tagen) @ huerde
bearbeitet von Schleicheisen, Mittwoch, 09.09.2020, 15:42

Für den konkreten Fall, schreit alles in mir (und das schon lange), räumt diese ganzen Lager endlich und schafft die Menschen nach Europa (wo ich Moria nicht dazu zähle). Wäre auch besser als nichts. Keine Frage. Aber es wäre keine Lösung des Problems an sich.

Eine Lösung des generellen Problems fällt mir eben leider auch nicht sein. Wie bei so vielen Themen ist es eben viel einfacher, in einem Internetforum rumzubrüllen, was falsch ist. Was richtig ist, ist leider deutlich komplizierter und unangenehmer.

Isses das ;-) ?

Aus meiner Sicht "eigentlich nicht". Dann kommt allerdings schnell das "einer müsste mal" Syndrom.

Ich beschäftige mich auch seit langem mit dem Thema weil ich es für mich gelegentlich "unerträglich" ist- wobei das schon frech ist sowas aufzuschreiben da die Leute in diesem Lager ihr Dasein offensichtlich auch unerträglich fanden- und das gewiss zurecht.

Und der Herr auf den Du geantwortet hast ist der Auffassung, dass es diesen Leuten "im Vergleich zu Millionen anderer Menschen sehr gut geht".

Was zwar möglicherweise nicht falsch aber dennoch zynisch ist da die Leute in den Flüchtlingslagern sicherlich meilenweit davon entfernt sind ein selbstbestimmtes Leben zu leben.

Und darauf haben sie "eigentlich" ein Recht, niedergeschrieben von den vereinten Nationen bereits im Jahr 1948.

Liesst sich ganz spannend auf was jeder Menschling auf dieser welt ein Recht hat, "eigentlich":

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Darin ist in Artikel 3 postuliert:

"Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person."

Das wäre doch schön?

Und da komme ich zu dem "eigentlich" was ich immer in Anführungszeichen gesetzt hab: ein Recht ist nämlich nur dann was wert wenn "man" es auch durchsetzen kann.

Und daran hapert es- hat man in einigermassen organisierten Ländern Autoritäten an seiner Seite, die einem "Recht verschaffen können" wie zB in Deutschland Polizei und Jurisdiktion ist das international offensichtlich nicht der Fall.

Und da ist es der UN eben noch nicht eingefallen wie man das beheben könnte, schrieb sie doch in die gleiche Erklärung in Artikel 28:

"Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können. "

Und DAS wäre für mich der erste Ansatzunkt an dieser desaströsen Lage was zu ändern- wenn sich (hoffentlich) viele Länder mal darauf einigen würden, nicht mehr mit Ländern, die offensichtlich nicht den geringsten Ansprüchen, die aus dieser Erklärung abzuleiten sind, genügen, nicht mehr zu handeln/ zu sprechen/ zusammen zu arbeiten.

Egal ob sie nun gerade Öl oder Kobalt oder seltene Erden oder ein bisschen Platin zu bieten haben.

Und denen, die solche Länder unterstützen, die eigene Unterstützung weitrechend zu entzeiehen. vielleicht sogar mal konsequent.

So lange das nicht geht wird man nicht viel weiter kommen.

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass "die Welt" irgendwann mal "in Frieden lebt"- was ja schon theoretisch kaum möglich erscheint.

Das aber "die reichen und mächtigen Länder" irgendwann mal konsequenter versuchen ihre angeblichen Regeln durchzusetzen halte ich vor dem aktuellen Hintergrund immer neuer Konflikte und Flüchtlingsströme auf der ganzen Welt für zumindest denkbar.

Und wenn das nur aus Eigennutz wäre. Wäre es dennoch gut.


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