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Gibt es in DIE PARTEI auch Mitglieder... (Sonstiges)

Philipp54, Dienstag, 17.11.2020, 16:00 (vor 1874 Tagen) @ Grigori
bearbeitet von Philipp54, Dienstag, 17.11.2020, 16:16

Warum sollte ein armer Mensch eine Partei wählen, die sich offensichtlich nicht für seine Lage interessiert?


Nichts für Ungut, aber schau dir die Sozialforschung zu Wahlentscheidungen an.


Kenne ich. Aus der Forschung geht eindeutig hervor, dass Armut und Wahlbeteiligung negativ korreliert sind, was meine These unterstützt.


Nun, eigentlich ist die Anzahl der Nichtwähler dort so hoch, weil sie keinen intellektuellen Zugang dazu haben. ACHTUNG! Ich habe nicht gesagt, dass alle dumm und doof sind! Es ist jedoch eine aus der Sozialforschung bekannte Tatsache, dass die absolute Mehrheit der Nichtwähler in der sogenannten "Unterschicht" Bildungsprekariat sind. Es ist leider so, dass Bildungsarmut und finanzielle Armut korrelieren. Deswegen fordern Menschen, die ernsthaft Armut bekämpfen wollen auch immer nach mehr Investitionen in Bildung.


Welche Menschen meinst du, die ernsthaft Armut bekämpfen wollen? Christian Lindner? Angenommen, alle Menschen würden Abitur und Bachelorabschluss machen. Wer putzt dann die Klos, wer fährt Taxi, wer zerteilt die Schweinehälften für Clemens? Irgendjemand muss diese Jobs machen, egal wie gut qualifiziert die Bevölkerung sein mag.

Dass Prekarität häufig mit niedriger formaler Bildung einhergeht, ist klar. Man kann allerdings in Deutschland und auch Europa einen Trend zu sinkender Wahlbeteiligung ausmachen. Sind die Leute einfach alle dümmmer geworden? Natürlich nicht.
Ich halte es für viel logischer, dass die Leute eben zunehmend den Glauben daran verloren haben, dass die Politik ihre Lage verbessern kann. Nach Jahrzehnten der stagnierenden Reallohnentwicklung in den untersten Einkommensgruppen - unabhängig von Wahlergebnissen - ist das ja auch nicht so abwegig, oder?

https://www.deutschlandfunk.de/auf-dauer-enttaeuscht-die-nichtwaehler-in-koeln-chorweiler.862.de.html?dram:article_id=385841

Bildungswahn
Viele examinierte Studenten nehmen den Abiturienten die Stellen weg, die Abiturienten den Mittelschülern, für die ehemaligen Hauptschüler, heute 10. Klässler bleibt nichts mehr übrig.- abgekoppelt, frustriert.
Ihre Schulbildung reicht aus, um excellente Facharbeiter zu werden, die von "billigen" ungelernten Arbeitern ausgeführt werden.
Für Einige ist der Ausweg aus der Unterbezahlung oder Arbeitslosigkeit die Selbstständigkeit. Die dadurch selbst zu finanzierende Kranken- und Altersversicherung wird nicht abgeschlossen und im Alter ist die Situation die Gleiche, wie für die Billiglöhner schon während ihrer Arbeitsfähigkeit: Sozialhilfeantrag.
Keine Qualifikation = Klo putzen, Taxi fahren, Schweine schlachten ?
Die Beurteilung dafür über Schulnoten finde ich absurd.

o.k. bei Profisportlern spielen Schulnoten keine Rolle. Und Spielintelligenz ist kein Schulfach.
Als Trainer reicht, ein Laptop zu bedienen, wenn man nicht noch Zettel-Ewald ist.


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