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Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Rundfunkgebühren werden erhöht (Sonstiges)

Bender B. Rodriguez, Düsseldorf, Donnerstag, 05.08.2021, 15:20 (vor 1623 Tagen) @ pactum Trotmundense

Eine Diversifizierung ist doch gut. Der Tag hat 24 Stunden. Bei 5 Sendern hat der ÖRR als nur 5x 24 Stunden um seinem Auftrag gerecht zu werden. Bei 10 Sendern sind es schon doppelt so viele und viel mehr Menschen können ihre Bedürfnisse und ihre Ansprüche an den ÖRR befriedigt bekommen.

Sorry, aber das empfinde ich als wenig stichhaltig, denn dementsprechend müsste ich so lange Sender hinzufügen, bis auch die letzte marginal wichtige Empfängergruppe abgedeckt wurde. Das sollte definiert sein, sonst ist es nicht stichhaltig. Wenn der letzte marginale Zuschauer auch noch einzelner, absoluter Exot ist (überzogen: nur an theoretischer Physik und nackten Mädels interessiert), dann hast du hunderte Sender und Sendungen.

Du bezahlst auch nur für den Bruchteil den du nutzt. Für den Rest zahlen die, die den Rest nutzen. Im Übrigen nutzt du viel mehr als du ahnst. Möchte nicht wissen wie viele Nachrichten du im Jahr konsumierst, die du zwar nicht beim ÖRR wahrnimmst, aber die vom ÖRR recherchiert wurden. Alle großen Recherchenetzwerke werden zu einem nicht unerheblichen Teil vom ÖRR getragen. Der ÖRR ist der größte Ausbilder der deutschen Medienbranche. Nicht zu vergessen, dass selbst die großen Agenturen wie dpa oder Reuters einen Großteil ihrer Quellen beim ÖRR haben. Wenn du also in deiner Tageszeitung eine Nachricht liest, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass an dieser Nachricht irgendwo auch der ÖRR als Quelle beteiligt war. Einzig im Lokalteil ist das eher nicht gegeben.

Das alles bleibt doch an der Kernfrage hängen: Was soll (!) der ÖRR tatsächlich zeigen? Was gehört zu seinem Auftrag? Das muss man neu diskutieren. Du magst es ok finden, was derzeit läuft, ich finde es hahnebüchen, was der ÖRR so alles tut und sendet. Da kann die Hälfte weg.

Und genau da setzt man ja an. ich bezweifle arg, dass wir so viele Sender und verschiedene Sendebereiche (Kultur, Information, Unterhaltung usw.) benötigen, um dem Rundfunkauftrag gerecht zu werden. Du kannst zig tolle Journalisten, Dokus, Kulturprogramme und sonstige Nachrichtenformate in petto haben und trotzdem das Ganze auf einen Hauptsender, X lokale Sender sowie Radiostationen beschränken. Ich bezweifle, dass bei relevanter Kürzung im Bereich Unterhaltung (Film, Shows usw.) immer noch die 18€ stehen bleiben. Ohne jeden Qualitätsverlust im journalistischen Bereich. Dieses "Ja aber der unabhängige Journalismus" ist ein Totschlagargument, weil man sich dann der Diskussion verweigert.


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