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Handspielregel hat den Bezug zur Realität verloren (Fußball und Sport allgemein)

Ulrich, Donnerstag, 26.03.2026, 19:46 (vor 21 Stunden, 3 Minuten) @ Gordi

https://www.kicker.de/dieser-regeltext-hat-den-bezug-zur-realitaet-verloren-1199000/artikel


Die Handspielregel lautet:

"Ein Vergehen liegt vor, wenn ein Spieler:
• den Ball absichtlich mit der Hand/dem Arm berührt (z. B. durch eine
Bewegung der Hand/des Arms zum Ball),
• den Ball mit der Hand/dem Arm berührt und seinen Körper aufgrund der
Hand-/Armhaltung unnatürlich vergrößert. Eine unnatürliche Vergrößerung
des Körpers liegt vor, wenn die Hand-/Armhaltung weder die Folge einer
Körperbewegung des Spielers in der jeweiligen Situation ist noch mit dieser
Körperbewegung gerechtfertigt werden kann. Mit einer solchen Hand-/
Armhaltung geht der Spieler das Risiko ein, dass der Ball an seine Hand/
seinen Arm springt und er dafür bestraft wird,
• ins gegnerische Tor trifft:
• direkt mit der Hand/dem Arm (ob absichtlich oder nicht) (gilt auch für
den Torhüter),
• unmittelbar nachdem er den Ball mit der Hand/dem Arm berührt hat (ob
absichtlich oder nicht).
"

https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/287914-AU2300707_PL_Broschuere.pdf

Nicht diese Regel ist das Problem, das Problem ist die Auslegung, die sich mittlerweile von der Regel gelöst und verselbständigt hat, gestützt auf eine vermutlich mittlerweile mehr als tausend Seiten zählende Sammlung von Handreichungen zum Thema Handspiel.


Wenn man sich die Regel im Wortlaut durchliest und dann an diverse Handelfmeter der letzten Zeit/Monate/Jahre denkt, kann man eigentlich wirklich nur zu dem Schluss kommen, dass die Schiedsrichter entweder den Wortlaut der Regel nicht kennen oder einfach in sehr vielen Faellen einfach nicht faehig sind, zu bewerten, was eine "unnatuerliche Vergroeßerung des Koerpers" ist.

Und dann kann man, wie beim VAR generell, wiederum zu dem Schluss kommen, dass nicht die Regel selbst das Problem ist, sondern die Personen, die sie anwenden. Und da sind wir dann wieder bei der Diskussion um die Qualitaet der deutschen Schiedsrichter....

Ich befürchte, es ist noch viel schlimmer. Die meisten Schiedsrichter dürften in der Lage sein, ein Handspiel anhand der Regel richtig einzuordnen. Aber sie bekommen halt Druck von oben. Motto "Nach den aktuellen Handreichungen war das laut den auf Seite 837 2. Abschnitt 3. Unterpunkt festgelegten Kriterien doch als Handspiel zu werten!".

Nehmen wir einmal das - meiner Meinung nach zurecht - nicht gepfiffene Handspiel von Couto vor einiger Zeit.

- Kein absichtliches Handspiel im Sinne von Vorsatz oder auch nur Reflex.

- Kein unnatürlicher Bewegungsablauf zwecks Vergrößerung der Körperfläche, etc.

Schlussfolgerung: Kein strafbares Handspiel, also auch kein Elfmeter. Die Entscheidung wurde nach dem Spiel vom Schiedsrichter auch so kommuniziert. Aber einen Tag später stellt sich irgendein Ober-Kasper aus der Schiedsrichterinnung, dessen Namen ich gerade nicht parat habe, hin, und erklärt, das sei eine Fehlentscheidung gewesen.


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