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Studie: Illegales TV-Streaming steigt stark an (Fußball und Sport allgemein)

Pfostentreffer, Dienstag, 02.06.2026, 16:22 (vor 4 Tagen) @ markus

Markus hat aber den Gegensatz aufgemacht, Reiche sind immer Prinzipientreu und sparsam und deswegen reich und die Armen halt dumm und selbst Schuld, da nicht prinzipientreu und sparsam. Und das könnte halt nicht weiter von der Realität entfernt sein, deswegen wollte ich es klar stellen.

Das bedeutet nicht, das es keine Armen gibt, die über ihre Verhältnisse leben. Nur man könnte auch mal drüber nachdenken, warum das so ist und das es natürlich bei Armen Menschen rein mathematisch bei Armen schon um vielfaches wahrscheinlicher ist als bei Leuten die gerade 50 Millionen steuerfrei geerbt haben oder 200 Millionen geheiratet haben. Schlicht aufgrund der normalen Lebenshaltungskosten und extrem schwachen Einkommensentwicklung in den letzten 40 Jahren hier.


Ich habe keineswegs die beiden Extreme – einen Steinreichen und einen Bettelarmen – miteinander verglichen.

Ich habe auch nie behauptet oder herausgelesen, dass du das getan ist, keine Ahnung wie du darauf kommst. Du hast trotzdem den Gegensatz zwischen arm und reich aufgemacht und die Schuld ausschliesslich bei den Armen gesucht, während die Reichen in deinem Bild "prinzipientreu" sind und dadurch reich geeworden. Und das stimmt schlicht in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht.

Das kann man selbst mit dem schlechtesten Willen nicht aus meinem Beitrag herauslesen. Ich habe Folgendes geschrieben:

„Diejenigen, die eigentlich keine Kohle haben, konsumieren oft wie bescheuert. Diejenigen, die es sich leisten können, tun es häufig nicht.“

Nicht nur, du hast auch geschrieben:

"Im Übrigen kommt man oft auch nur dann zu Geld, wenn man gewisse Prinzipien hat."

Und die beiden Sätze in Kombination sind exakt der Gegensatz, den ich oben beschrieben und du aufgemacht hast: Reiche sind Prinzipientreu und sparsam und deswegen reich und die Armen halt selbst Schuld, da sie konsumieren wie bescheuert.

Sorry Markus, aber das hast du so beschrieben. Wenn du es anders meintest, ist das natürlich ok, dann musst du es aber auch anders schreiben. Dieser Gegensatz ist auf jeden Fall ein ganz riesiger Quatsch und sehr sehr gefährlich, wie wir aktuell fast überall auf der Welt sehen.


Dafür muss man nicht Wolfgang Grupp mit einem Obdachlosen vor dem Hauptbahnhof vergleichen.

Du hast geschrieben "Es ist wie beim Feuerwerk an Silvester, beim Zigarettenkonsum oder bei Online-Bestellorgien: Diejenigen, die eigentlich keine Kohle haben, konsumieren oft wie bescheuert. Diejenigen, die es sich leisten können, tun es häufig nicht."

"diejnigen, die es sich nicht leisten können", impliziert die Obdachlosen am Hauptbahnhof nicht? Und Grupp hast du mit hineingenommen.

Es geht vielmehr genau um die Gruppe, die Fourrier aufgezeigt hat. Der eine verdient unterhalb des Medians, gönnt sich aber ein Leasingfahrzeug, stets das neueste iPhone und geht jeden vielleicht zweiten Tag Gyros beim Griechen essen. Der andere ist Ingenieur, fährt eine alte Karre, benutzt ein sieben Jahre altes Samsung-Gerät und kocht selbst.

Dann hättest du das vielleicht dazu schreiben sollen. Deine Sätze beinhalten eben auch alle anderen "die eigentlich keine Kohle haben". Zudem dürfen Menschen ja noch unterschiedliche Lebensstile haben. Wie gesagt, du als Aktienbesitzer solltest froh darüber sein. Denn privates sparen ist persönlich natürlich super, fürs Wachstum und Volkswirtschaft und Unternehmen aber eine Katastrophe, ganz besonders bei so einem schwachen Binnenkonsum wie in D.

Und selbst bei deiner neu definierten Gruppe greift meine Antwort von oben: Die Besitzer der Unternehmen haben -in Verbindung mit hauptsächlich rechten Politikern, aber auch Linken - den Arbeitern den letzten 4 Jahrzehnten einen Grossteil ihre Produktivitätsgewinne gestohlen.

DAS ist der Hauptgrund für die finanziellen Engpässe der meisten Leute in Deutschland und der westlichen Welt (wie auch der Hauptgrund für viele gesellschaftlcihe und volkswirtschaftliche Probleme, die wir heute haben), gerade Deutschland leistet sich den grössten Niedriglohnsektor Europas (der übrigens auch zu extremer Altersarmut führt und noch weiter führen wird).

Hätten sie diese Produktivitätsgewinne bekommen, könnten sie auch Produkte wie Fussball gucken oder Zigaretten bezahlen ohne gleich als Leute zu gelten "die wie bescheuert konsumieren".

Während die Leute, die den Grossteil dieses Geldes über Unternehmens-und Aktiengewinne abgezogen haben, sich trotzdem immer noch gleich beide Fussballmannschaften auf ihre Yacht bestellen und live gegeneinander antreten lassen könnten, wenn sie wollten (und manche das ja auch tun, z. B. Musikstars für Hochzeiten einfliegen etc.). Sie sind diejenigen, die tatsächlich wie bescheuert konsumieren, nur ist es da ok, weil Geldspeicher voll.


Das sind strukturelle volkswirtschaftliche Faktoren, die bewusst so gestaltet wurden (genau wie dir negativen staatlichen Investitionen seit durchgehend 3 Jahrzehnten), damit die Konten der Reichen wachsen, den normalen Leuten das Geld fehlt.

Das zu ignorieren und dann den Leuten, die heute darunter leiden, auch noch vorzuwerfen, dass sie sich doch bitte ihr zweites Brötchen mal sparen können, während man gleichzeitig diejenigen, die uns alle abgezogen haben, als prinzipientreu und sparsam hinstellt, geht mir immer gewaltig gegen den Strich und lasse ich ungerne so stehen.


Auch das steht gar nicht in dem Beitrag.

Oh doch, das ist die Kernaussage deines Beitrages, auch wenn ich verstehe, dass dir das vielleicht gar nicht so bewusst ist. Du hast zwar das Brötchen nicht genannt, sondern andere Produkte, aber das hat ja für die Kernaussage keine Relevanz.

Die Beispiele waren andere. Das mag zwar zum Teil subjektiv sein. Aber z.B. beim Zigarettenkonsum ist bewiesen, dass bildungs- und einkommensschwächere Gruppen überproportional viel rauchen.

Was eine komplett andere Aussage ist als deine oben, wirklich komplett und ganz anders. Zudem ist es inhaltlich falsch und ehrlich gesagt auch unlauter, sich 1-3 Konsumgüter herauszusuchen und die Millionen anderer Konsumgüter zu ignorieren.

Deine jetzige Aussage stimmt natürlich trotzdem. Und das ist ja auch komplett logisch. Alles andere wäre extrem überraschend. Und das wird sich auch nicht ändern.


Und dummerweise ignorieren das oft gerade diejenigen, die von niedrigen Einkommen betroffen sind.

Was genau ignorieren sie? Und wieder in Vorwurfsform an die Armen, es ist echt krass wie sehr jedes Mal deine Abwertung für arme Menschen durchkommt. Aber nun gut, das ist der Zeitgeist, ich verstehe schon, dass den viele mitgehen, ist ja auch sehr einfach, wenn man ein volles Konto hat (wie du ja selbst gesagt hast). Nur die Ursache ist es deswegen noch nicht.

Gegenvorschlag: Versuch doch mal herzuleiten (oder gar nachlesen), warum arme Leute im Schnitt deutlich ungesünder Leben als Reiche Leute.

Und zweiter Punkt: Prüfe mal Produktivitätsentwicklung im Verhältnis zu Steuern und Einkommen in der westlichen Welt nach dem 2. Weltkrieg bis Reagan und Thatcher kamen. Und Vergleiche es mit dem, was seit Reagan und Thatcher passiert ist im Bezug darauf. Damit hast du die Antwort auf einen Grossteil aller aktuellen volkswirtschaftlichen Probleme der westlichen Welt gefunden. Und auch darauf, warum es für viele Leute heute schon ein Schritt in die Privatinsolvenz ist, sich ein Fussballabo zu bestellen oder zu rauchen.


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