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Eberl? Wohl eher Uli und Kalle (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 03.06.2026, 22:22 (vor 2 Stunden, 10 Minuten) @ micha87

Der Umstand das Eberl nicht früher abgebrochen hat kann ihm selbstverständlich zum Vorwurf gemacht werden, wenn er jenen Eichhorn-Forderungen nicht selbst eine Absage erteilt hat und nicht in Kenntnis ist, welcher der eigenen Jugendspieler passt, dann gehört der Vertrag nicht verlängert.

Eine mögliche Verpflichtung von Eichhorn wurde im Aufsichtsrat der Bayern von Beginn an kritisch gesehen. Ob es nun daran lag, dass man Eberl vors Knie treten wollte, oder ob man den finanziellen Einsatz als zu hoch angesehen hat oder ob man tatsächlich Eichhorn qualitätsmäßig als nicht viel besser eingestuft hat als die infragekommenden eigenen Nachwuchsspieler, sei einmal dahingestellt.

Eichhorn gilt als eines der größten deutschen Nachwuchstalente auf seiner Position seit langem. Das Interesse an ihm aus dem In- und Ausland kommt nicht von ungefähr. Es wäre geradezu fahrlässig, wenn der FC Bayern als der renommierteste deutsche Club kein Interesse an Eichhorn zeigen würde. Zumal mit dem Fortgang von Goretzka ein Platz im defensiven/zentralen Mittelfeld frei wird und Trainer Kompany offensichtlich große Stücke auf Eichhorn hält.

Ich persönlich kann da durchaus beide Seiten verstehen. Hoeneß und Co schauen auf die Ausgaben, wo sie selbst kein ‚absolutes Muss‘‘ sehen. Eberl will die Qualität des gegenwärtigen und zukünftigen Kaders unbedingt optimieren und ist vielleicht auch bereit, dafür ‚ein wenig mehr‘ auszugeben.

Es gibt vielleicht kein schwarz oder weiß.


Ob Eberl dieses Gespür fehlt und er nicht mehr über die vorhandenen Potenzial weiß, darüber ist mir nichts bekannt. Ich würde mal wohlwollend unterstellen, Eberl ist bei weitem nicht so dumm, wie er mitunter öffentlich dargestellt wird. Der Mann übt diesen Job seit fast zwei Dekaden auf sehr hohem Niveau aus. Was ich eher sehe ist eine Kampagne gegen Eberl, dem permanent unterstellt wird er weiß nicht was er tut. Wenn ich den Kader der Bayern sehe und die diesjährigen Ergebnisse, also so ganz unbeteiligt daran war Eberl gewiss nicht.

Eberl hat einen sehr hohen Anteil an der aktuellen Performance der Bayern. Das bestreitet auch Uli Hoeneß nicht. Dass Eberl etwas von seinem Handwerk versteht, steht wohl genauso wenig außer Diskussion wie seine z.T. nicht unerheblichen Fehler, die er seinerzeit in Gladbach gemacht hat.

Dadurch, dass Eberl den eigenen Nachwuchs ein wenig außen vor zu lassen scheint, macht er sich angreifbar. Der eigene Nachwuchs ist nicht zu Unrecht das Lieblingsprojekt von Uli Hoeneß und seine diesbezüglichen Forderungen haben mAn ihre Berechtigung. Ein Karl wäre überhaupt kein Thema, wenn Hoeneß Eberl nicht ausgebremst hätte. Auch ist Eberl kommunikativ nicht der Souveränste. Nicht sein Hauptjob, aber auch nicht unwichtig.

Das Kernproblem scheint mir aber zu sein, dass Eberl davon ausgeht als Sportvorstand in einem gewissen Rahmen autonom handeln zu können. Bei Bayern gehen die Uhren aber anders, zumindest solange Uli Hoeneß noch die Strippen zieht.

Y


Der Verein muss sich entscheiden was er will, entweder soll es mit Eberl weitergehen, oder man stellt ihn eben frei und lässt Freund das machen. Sollte er mehrere gravierende Fehler begangen haben, dann wäre darüber zu sprechen.

Mit Freind würden sich die Bayern mAn keinen Gefallen tun. Er ist eloquent, im Club beliebt und wirkt souverän. Die von ihm zu verantworteten (‚kleinen‘) Transfers waren bisher allerdings alles andere als überzeugend.

Aber schaun mer mal.


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