Willkommen im BVB-Forum

2026 United States midterm elections - bei den Republikanern gärt es (Politik)

Ulrich, Donnerstag, 05.11.2026, 11:34 (vor 2 Stunden, 12 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de

Da ich gerade mit einer Erkältung flach liege, habe ich die Zeit genutzt, ein wenig nachzulesen, wie es mittlerweile in den USA ausschaut.

Einen guten Überblick gibt der Ticker beim Tagesspiegel:

Live / Republikaner zerfleischen sich nach den Midterms: „Wenn Trump die nächsten zwei Jahre damit verbringt, über denselben Scheiß zu reden …“

Es gärt innerhalb der republikanischen Partei, die Stimmung liegt am Boden. Und die Wut sucht sich Zielscheiben. Im Fokus steht neben Pete Hegseth vor allem Donald Trump.

"Er muss sein Haus aufräumen", "Von diesem Zeitpunkt an wird er mit jedem Tag mehr und mehr zur lahmen Ente".

„Wenn Trump die nächsten zwei Jahre damit verbringt, über denselben Scheiß zu reden, werden wir bei der nächsten Wahl wieder eine Abreibung bekommen“.

Donald Trump allerdings wird sich nicht ändern. Das hätte er nicht getan, wenn er noch geistig auf der Höhe wäre, und das wird er jetzt erst recht nicht tun. Er wird weiterhin die gescheiterten Kandidatinnen und Kandidaten für die verheerende Niederlage verantwortlich machen, er wird weiterhin von seinem Ballsaal, seinem Trump Reflecting Pool und seiner Siegessäule schwärmen, etc.

Explizit wird erwähnt, dass Trumps exekutive Befugnisse die Regierung nicht vor parlamentarischen Überprüfungen durch den Kongress schützen können. Das ist wohl das, was die Berater im Weißen Haus aktuell am meisten fürchten.

Bezeichnend ist, was das Weiße Haus jetzt in den sozialen Medien veröffentlichte: ein Foto von Donald Trump mit dem Text "Trump ist immer noch Ihr Präsident". Man meint wohl, explizit darauf hinweisen zu müssen.

Wegen der befürchteten Blockade durch den Kongress will Donald Trump in Zukunft noch stärker mit Erlassen arbeiten. Das hatte er bereits in der Vergangenheit gemacht, mit wechselndem Erfolg. Vieles ist mittlerweile von Gerichten kassiert worden.

Mittlerweile betreibt Donald Trump mal wieder sein Spielchen, sich über seinen Wunschkandidaten für 2028 auszulassen. J.D. Vance kommt dabei eher schlechter weg, Trump meint, er wissen nicht, ob der überhaupt antreten werde. Eine Alternative wäre beispielsweise Marco Rubio. Ich halte es für gut möglich, dass Trump bis in das Frühjahr 2028 hinein "The Apprentice" spielt und die unterschiedlichen Kandidaten gegeneinander in Stellung bringt.

Nicht nur bei den Wahlen zum Kongress, sondern auch bei denen in den einzelnen Bundesstaaten haben die Demokraten Erfolge erzielt. Insbesondere dort, wo sie die Mehrheit in beiden Kammern haben und auh die Gouverneurin oder den Gouverneur stellten, können sie jetzt praktische Politik für die Bevölkerung machen, ohne durch Vetos, etc. ausgebremst zu werden. Hier stellt sich die Situation für sie deutlich besser da als auf Bundesebene.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: