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Ihr durchschaut den genialen Move einfach nicht (Sonstiges)

Zico80, Montag, 10.08.2020, 14:52 (vor 1972 Tagen) @ pactum Trotmundense


Ich persönlich halte Populismus für falsch. Schau dir Gysi an. Das ist wohl der beste Populist, den die Linke zu bieten hat. Keiner erreicht so viele Menschen wie er. Aber immer dann, wenn er mal Verantwortung übernehmen sollte, z.B. als Wirtschaftssenator in Berlin, hat er kläglich versagt. Der hat nichts gebacken bekommen und sich dann letztlich unter einem Vorwand verpisst. Das ist so typisch für Populisten. War doch bei Westerwelle aus der FDP genauso. Reden können sie. Aber sobald es darum geht ihr Reden in Handeln umzusetzen, kommt nur Murks heraus.

Ich halte Populismus ebenfalls für falsch, die Realität bestätigt das ja gerade sehr offensichtlich. Mir fällt auch nicht ein Beispiel ein, bei dem Populismus langfristig funktioniert hat, meistens nicht einmal für die Populisten selber.

Wenn man der von Dir zitierten Studie glauben darf wäre die Antwort - zumindest für die Gruppe der Nichtwähler - eindeutig: Kevin Kühnert.


Ob der aber aktuell einer BILD-Kampagne standhalten wird? Die starten ja jetzt schon, wo er nur für den Bundestag kandidieren will, ihre typische "der hat nie gearbeitet, sein Studium nie beendet und ist nur ein Polit-Schmarotzer"-Kampagne. Das verfängt bei zu vielen Menschen. Es ist doch egal ob das stimmt und ob die Hintergründe Sinn machen. Gerade bei den Senioren unter den Sozi-Wählern würde Kühnert als Kandidat wohl eher schaden und gefühlt ist die SPD doch eine Seniorenpartei. Nicht so arg wie die Union, aber schon recht deutlich.

Wahrscheinlich könnte er nicht standhalten und ich sehe ihn auch jetzt noch nicht in der Spitze. Aber in einer guten Position für die nächsten Jahre, was sich natürlich in der Politik sehr schnell ändern kann, wie z. B. Amthor gerade gelernt hat.

Konservative Wähler würde die SPD aber dann wohl eher nicht mehr abgreifen, wenn er die Agenda setzt. Vielleicht werden wir es in 4 oder 8 Jahren sehen.


Stand jetzt habe ich das Gefühl, dass man in Deutschland einen Kanzler, der noch keine 50 ist, nicht akzeptieren wird. Schon gar nicht, wenn er nicht mal Ministerpräsident war oder über einen längeren Zeitraum der Bundestagsfraktion vorgestanden hat.

Ich bin mit so etwas immer vorsichtig (bezüglich des Alters, beim Rest stimme ich zu). Selbst bei Obamas Wahl 2008 habe ich noch von vielen eher konservativen gehört: "Eine Frau (Hillary) oder ein Schwarzer (Obama) als mögliche demokratische Kandidaten? Da brauchen sich die Republikaner gar nicht anstrengen, das Ding ist längst in der Tasche." Ich glaube, ein Grossteil der Bevölkerung ist weiter als man gemeinhin so den Eindruck hat, nur leider sind diejenigen, die noch nicht soweit sind, sehr laut. Und gut darin, mit einfachen Scheinlösungen zu punkten und den Eindruck zu erwecken, sie wären die Mehrheit.


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