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Komische Berichterstattung (Sonstiges)

Ulrich, Freitag, 09.01.2026, 16:41 (vor 3 Tagen) @ tim86

Das wir sehr kalte Winter haben, kann sich aber auch gerade wegen dem Klimawandel häufen. Es gibt erste Anzeichen, dass der Polarwirbel instabiler wird und der Jetstream, der dafür sorgt, dass die kalte Luft in der Arktis bleibt, wird dadurch schwächer. So dass häufiger so wie jetzt, kalte Polarluft nach Mitteleuropa kommen könnte.

Gut möglich. Aber auch ohne schließt der Klimawandel, wie wir ihn Stand heute haben, nicht aus, dass wir Wetterlagen wie die aktuelle haben. Ohne Erderwärmung wäre es eventuell noch deutlich kälter geworden. Ich habe gerade einmal nachgeschlagen, die niedrigste auf dem Gebiet des heutigen NRW gemessene Temperatur waren -31,2 Grad in Eslohe im Sauerland im Jahr 1942. Im selben Jahr waren es in Münster weniger als -29 Grad. Davon sind wir aktuell sehr weit entfernt.


Auch weiß man nicht, wie der Klimawandel sich auf den Golfstrom auswirkt, es gibt die Theorie, dass dieser durch den Klimawandel geschwächt wird oder gar ganz aufhört. Dieser ist aber die Heizung Europas und der Hauptgrund, warum es in Europa viel wärmer ist, als in anderen Regionen auf gleichen Breitengrad.

Es gibt leider mittlerweile Simulationen zur Veränderung der nordatlantischen Zirkulation. Diese legen es nahe, dass der massive Zustrom von Süßwasser aus Grönland dazu führen wird, dass sich diese Strömung zumindest deutlich abschwächt. Motor ist bisher der hohe Salzgehalt des Wassers. Im Bereich des Äquators erwärmt sich Meerwasser und verdunstet teilweise. Deshalb ist der Rest besonders salzhaltig. Dieses Wasser gelangt als Strömung bis ins Polarmeer. Dort kühlt es ab. Wegen des höheren Salzgehalts ist es dann schwerer als das umliegende Meerwasser und sinkt ab. Dieses Absinken ist der eigentliche Motor, der die Strömung in Gang hält. Das grönländische führt den Simulationen zufolge dazu, dass dieser Vorgang mindestens massiv an Intensität verliert. Das würde in der Tat zu einer spürbaren Abkühlung in ganz Europa führen. Im Winter könnte es zu Kälteeinbrüchen bis in den südeuropäischen Raum kommen.

Ähnliche Strömungen gibt es übrigens auch auf der Südhalbkugel. Die könnten durch Schmelzwasser aus der Antarktis bedroht sein.


Hamburg liegt z.B. auf 53° 33′N und damit auf ähnlicher höhe wie Edmonton, der nördlichsten Großstadt Kanadas und auch Dortmund liegt nördlich von Vancouver, Toronto oder Montreal.
Das sind Städte deren Temperaturen wir näher wären, wenn wir nicht den Golfstrom hätten.
Und so kann es, so absurd es klingt, dazu kommen, dass wir aufgrund der Globalen Erwärmung kältere Winter bekommen und der Temperaturunterschied zwischen Sommer und Winter größer wird.

Selbst das mediterane Rom, ist nur auf der Höhe von kalten Chicago.


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