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Danke an die Politik der letzten Jahrzehnte (Fußball und Sport allgemein)

markus, Mittwoch, 26.08.2026, 16:38 (vor 4 Stunden, 3 Minuten) @ Scherben

Wenn nun die Industrie Arbeitsplätze abbaut, weil Deutschland schlechtere Bedingungen bietet, wie sinnig ist es dann, den Eigentümern noch einmal extra vors Schienbein zu treten?


Vors Schienbein wird ganz sicher nicht Multimilliardären getreten, sollten diese irgendwann nur noch Multimillionäre sein.


Wenn man den aktuellen Arbeitsplatzabbau und die Auswirkungen solcher Ideen nicht sieht oder ignoriert, sitzt man wahrscheinlich eher weiter oben im Elfenbeinturm.

Tatsächlich werden bereits Arbeitsplätze abgebaut, und das nicht einmal aufgrund eines Substanzverlusts.


Dass bestimmte Auswüchse des Kapitalismus weder für unsere Gesellschaft noch für unsere Lebensbedingungen günstig sind, dürfte eigentlich auf der Hand liegen.


Ich habe weder behauptet, dass alle Folgen des Kapitalismus positiv sind, noch das Gegenteil. Mein Punkt war, dass bereits Arbeitsplätze abgebaut werden und man diesen Prozess noch beschleunigt, wenn die Bedingungen für Unternehmen schlechter werden.

Davon mal abgesehen liegt das Geld ja nicht auf Konten rum. Es steckt in Unternehmen. Wenn ein Milliardär zu einem Millionär wird, dann mag er immer noch abartig reich sein. Das würde aber auch wieder bedeuten, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatzverlieren, da Unternehmen nur dann entsprechend an Wert verlieren, wenn sie schrumpfen oder auf Dauer sterben.


Wenn ich mir die vielen Millionen anschaue, die Kühne in den HSV stecken konnte, so scheint mir die These relativ weit hergeholt zu sein, dass er keine flüssigen Mittel zur Verfügung hatte.

Das ist eine Größenordnung von weit unter 1% des gesamten Kuchens.


Und davon ab geht es natürlich darum, weltweit das Wirtschaftssystem dahingehend zu ändern, dass eben nicht weiter im Glauben an Rendite unser Planet den Bach runter geht. Das wird nicht ohne Umstrukturierungen zu haben sein, aber die führen ja nicht zwangsläufig dazu, dass es vielen schlechter geht.

Das Risiko, das System komplett zu ändern und damit den Karren komplett vor die Wand zu fahren, wird aber niemand eingehen wollen. Mit dem Kapitalismus ist flächendeckend Wohlstand entstanden. Andere Konstrukte, die unter staatlicher Kontrolle liegen, sind immer gescheitert.

Das System wird deshalb bleiben und bis auf die Linke hat niemand ernsthaft die Idee, das gesamte System auf den Kopf stellen zu wollen. Es ist doch viel wichtiger, die einfache Bevölkerung teilhaben zu lassen an den Renditen. Das geht ziemlich einfach über ETF. So hole ich mir meinen Anteil und fahre damit recht gut.


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