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Es ist schlimm, aber kein Weltuntergang (Politik)

micha87, bei Berlin, Montag, 07.09.2026, 00:48 (vor 2 Stunden, 2 Minuten) @ SauerländischerBonner

Wir hatten viele fähige, aber auch die haben dann den politischen Druck nicht mehr standhalten können. Eine Ricarda Lang und ein Kevin Kühnert würde ich da u.a. nennen. Man muss nicht deren politische Positionen teilen, sie verkörpern aber etwas und stehen zu ihren Überzeugungen. In der Union hast du ebenfalls gemäßigte Leute die durchaus solide Politik machen, dazu würde ich Daniel Günther zählen. Ehemalige Ministerpräsidenten wie Kretschmann, Ramelow und Haseloff würde ich in dieser Riege zu gleichermaßen nennen. Das sind Personen aus ganz unterschiedlichen politischen Lagern, die aber etwas einendes mitbringen.

Es bräuchte da wieder mehr Pragmatismus, statt Populismus. In der Öffentlichkeit gibt's dafür aber zu wenig Aufmerksamkeit und dieses permanente stattfinden ist ja Überlebenswichtig für Personen wie Söder. Die politische Berichterstattung ist inzwischen ein riesen Wirtschaftszweig, mit zig Podcasts & Politformaten. Genau das muss ja auch irgendwie bespielt werden und macht man es nicht, nutzen es die politischen Ränder in den sozialen Medien.

Robin Alexander schrieb schon 2017 das Buch "Die Getriebenen" und der Druck auf die Verantwortlichen ist fernab der damaligen Flüchtlingskrise nicht weniger geworden. Wir haben zig Handelskonflikte und eine Zinswende die auf die Wirtschaft drückt. Es fehlt an Innovation und Wirtschaftskraft, was zu einem Wohlstandsverlust führen kann. Diese Ängste nutzt die AfD perfekt und treibt die Regierung vor sich her. In so einem Umfeld dann fähige Politiker zu entwickeln ist schwierig.


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