schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Ladestationen (Sonstiges)

Ulrich, Samstag, 30.10.2021, 09:44 (vor 1538 Tagen) @ Klopfer

Was meinst du denn wie es sonst läuft? Die ganzen Stromnetze und viele Kraftwerke z.B. wurden alle mit Steuergeldern gebaut und zu Schleuderpreisen im Zuge des Privatisierungswahns, den es diesbezüglich mal gab, an die heute bekannten Stromkonzerne verhökert.


Nee, viel besser:
Erst hat die Steag mit öffentlichen Subventionen 12 Kohlekraftwerke gebaut, bzw. gekauft.
Als diese dann schrottreif und abgeschrieben waren und es politisch absehbar wurde, dass diese demnächst von Netz müssen, hat man sie für mehr als 1,2 Mrd. € an die Stadtwerke im Ruhrgebiet verkauft.
Dort hält im Übrigen die Stadt Dortmund den größten Anteil daran und während die anderen alle aussteigen wollen, halten die Dortmunder daran eifrig fest.
Sie glauben immer noch, dass das ein Superdeal ist - wie bescheuert muss man sein, auf einem toten Gaul bis zum bitteren Ende sitzen zu bleiben ?

SGG
Klopfer

Ich weiß nicht wie es bei den Stadtwerken aussieht, aber seit der Einführung der Vermarktung von Strom aus regenerative Quellen über die Strombörse in Leipzig machen Kraftwerksbetreiber einen beträchtlichen Teil ihrer Gewinne mit Hilfe von Arbitragegeschäften.

Man hat in der Regel langfristige Abgabeverpflichtungen, die man mittels der zur Verfügung stehenden Kraftwerkskapazität erfüllen kann. Sind aber die Preise an der Strombörse so niedrig, dass man den Strom weitaus günstiger einkaufen kann, dann fährt man die eigenen Anlagen herunter.

Wie die Stromnachfrage aussieht, das lässt sich sehr genau prognostizieren. Die grundsätzlichen Lastkurven kennt man, und auch den Einfluss zusätzlicher Effekte kann man sehr gut abschätzen, dafür gibt es seit Jahrzehnten rechnerbasierte Werkzeuge. Auf der anderen Seite kann man die Einspeisemengen aus regenerativen Quellen ebenfalls prognostizieren, hier verwendet man meteorologische Daten. Und auf mindestens ein, zwei Tage ist man hier recht präzise. Speziell bei Mittellastkraftwerken reicht das locker für die Entscheidung aus, ob man die eigenen Anlagen laufen lässt oder sie herunter fährt und den Strom dann einkauft.

In den nächsten Jahren allerdings dürfte dieses Geschäftsmodell durch die steigende CO2-Abgabe zusehends "zerschossen" werden.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1523629 Einträge in 16372 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 15.01.2026, 11:12
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln