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Neu auf schwatzgelb.de: Fußball wird zum Luxus – Fans zahlen die Zeche (BVB)

NeusserJens, Dort wo die Erft den Rhein begrüßt, Sonntag, 29.06.2025, 00:06 (vor 199 Tagen) @ markus

Ja. Und dann ist es auch richtig, dass dieses Produkt aufgeteilt wird (und nicht etwa gedoppelt, das ist doch schon deshalb beknackt, weil dann durch doppelte Infrastruktur zusätzliche Kosten entstehen, die man beim Kunden reinholen will), damit ein Anbieter nicht einfach 200€ nehmen kann, sondern gucken muss, was der andere abruft und dann sowas herauskommt wie 55€ und 45€ für zwei Anbieter.

Ja, doch, genau dieser Doppelung hätte es bedurft, damit es einen wahren Preiskampf zu Gunsten des Verbrauchers geben kann.

Wenn das Samstagabendspiel sowohl von Sky als auch von Amazon angeboten wird, kann ich als Kunde entscheiden, wo ich es gucken will. Diese Entscheidung basiert dann mitunter auf den Empfangsmöglichkeiten, der Qualität der Übertragung, den Kommentatoren oder eben dem Preis. Demnach würden Sky und Amazon in einem Wettbewerb stehen und diesen sicherlich auch dadurch führen, dass sie ihre Preise senken.

Wenn das Samstagabendspiel aber nur bei Sky läuft, gibt es keinen Wettbewerb. Es bleibt ein Monopol, nur dass es jetzt eben mehrere Monopole parallel gibt. Wenn ich das Produkt Samstagabendspiel haben will, muss ich Sky abonnieren – egal was Sky dafür fordert. Will ich das Produkt Freitagabendspiel erwerben, muss ich DAZN abonnieren, etc.

Und genau deshalb gibt es auch keinen echten Preiskampf sondern eine stetige Erhöhung der Preise: Die verschiedenen Anbieter sind für ihre jeweiligen Rechtepakete Monopolisten.

Klar wäre auch nicht besser gewesen, wenn Sky z.B. wieder alleiniger Rechteinhaber wäre und statt 50,- EUR (zzgl. 45,- EUR für DAZN) einfach direkt 90,- EUR im Monat genommen hätte. Deshalb war ein Eingriff des Kartellamts grundsätzlich okay. Aber er hätte im Sinne des Verbrauchers halt für einen Wettbewerb zwischen den Anbietern sorgen müssen, statt die Monopole einfach nur aufzuteilen und damit die Kosten und Aufwände für den Verbraucher mittelbar zu erhöhen.

Würden Sky und DAZN z.B. einfach jeweils alle Spiele zeigen, hätte ich als Verbraucher die Wahl, welches Abo ich abschließen würde, um alle Spiele (oder auch einzelne beliebige Spiele) zu sehen. Dann würden die Preise durch ein Mehr an Anbieter auch folgerichtig fallen.


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