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Der erste Bremer Auswärtssieg in dieser Saison ;-))) owt (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 23.01.2024, 01:21 (vor 725 Tagen) @ Franke

Jedenfalls sehr wichtige 3 Punkte gegen den Abstieg für Werder. So wie in der letzten Saison die 3 Punkte, die man aus Dortmund mit nach Bremen genommen hat… ;-)

In der letzten Saison haben die Bremer übrigens auswärts mehr gepunktet als zuhause, in dieser Saison ist es bislang gerade umgekehrt.

Ole Werner hat offensichtlich mit seinem Team die Kurve bekommen, nachdem es längere Zeit in der Hinrunde quasi in Fortsetzung der desolaten Rückrunde der Vorsaison nicht sehr positiv aussah.

Eigentlich will Werner immer offensiv spielen lassen, was in der Hinrunde der letzten Saison auch gut funktioniert hat. In der Rückrunde hatten sich die Gegner auf das Spiel der Bremer eingestellt, Werner stellte das Spiel seines Teams nicht um und es wurde nach hinten hinaus noch einmal knapp mit dem Klassenerhalt.

Und auch in dieser Saison beließ es Werner zunächst weiter bei einer offensiven Ausrichtung seines Teams. Die Dreierabwehrreihe stand weiterhin hoch, das defensive Mittelfeld war wie in der Vorsaison mit nur einem Spieler besetzt und im Spielaufbau sollte es nach wie vor kombinativ nach vorne gehen. Mit dem Ergebnis, dass man nahtlos an die bescheiden Leistungen und Ergebnisse der Rückrunde 22/23 anschloss.

Fairerweise muss man sagen, dass es für jeden Trainer eine große Herausforderung darstellt, die Saisonvorbereitung und die ersten Bundesligaspiele mit einem Kader absolvieren zu müssen, dessen endgültige Zusammensetzung sich in wesentlichen Teilen erst mit dem letzten Tag der Transferperiode ergibt. Werder steckt nun einmal im wirtschaftlichen Minus und hat von der DFL strikte finanzielle Auflagen erhalten. Eine bestimmte Höhe am Transfererlösen muss erzielt werden und neue Spieler können erst verpflichtet werden, wenn vorher andere verkauft wurden.

Im Sturm z.B. war alles auf Füllkrug ausgerichtet, der wurde bekanntlich kurz vor Toresschluss an uns verkauft und dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Borré, ein völlig anderer Stürmertyp, von der SGE geliehen (der nun wohl wieder Werder und die SGE Richtung Südamerika verlassen dürfte). Für das defensive Mittelfeld (eine notorische Schwachstelle Werders) und die linke Wingbackposition (ebenso eine Schwachstelle) wurden in der letzten Tagen der Transferperiode mit Lynen und Deman zwei Spieler aus der belgischen Liga verpflichtet, die in ganz anders spielenden Teams eine ganz andere Vorbereitung absolviert hatten.

Hinzu kommt, dass dem Kader die qualitative Breite fehlt; auf manchen Positionen gibt es gar keinen Konkurrenzkampf. Womit sich eine erstaunliche Parallele zu Bayern ergibt, auch wenn die Gründe sicherlich andere sind… ;-)

Ole Werner jedenfalls hat gerade noch rechtzeitig reagiert und ist dabei nolens volens über seinen eigenen Schatten gesprungen. Gegen Ende der Hinrunde hat er das Team tiefer auf dem Feld stehen lassen und hat Bittencourt im Spiel gegen den Ball auf die Sechserposition zurückgezogen. Somit wird es für den Gegner schwieriger den Sechserraum Werders auszuhebeln und die Dreierabwehrkette steht somit nicht mehr im ständigen eins zu eins gegen gegnerische Stürmer.

Mit Deman und dem wieder in Form kommenden Agu stehen nun zwei Optionen für die linke Wingbackposition zur Verfügung und Jung konnte von dort auf die linke Innenverteidigerposition rücken, wo er einen wirklich guten Job macht. Mit Friedl zentral, Stark rechts und Jung links ist wohl auch die passende Besetzung der Dreierkette gefunden. In der Offensive bekommt der schnelle Njinmah (zuletzt an unsere zweite Mannschaft ausgeliehen) immer mehr Spielzeit und ist mittlerweile erste Option für ein Konterspiel.

Mitunter muss Werner anscheinend auch zu seinem Glück gezwungen werden. Die Verletzung Pavlenkas brachte Zetterer ins Tor und der macht seine Sache mehr als ordentlich. Im Spiel mit dem Fuß ist er Pavlenka deutlich überlegen; ein weiterer Faktor für mehr Sicherheit und Stabilität in der Defensive und ein klares Upgrade hinsichtlich der Spieleröffnung.

Die Sperre Bittencourts brachte Lynen in die Startelf, dem Werner bislang nicht so sehr vertraute. Mit Lynen kam gleichzeitig Ruhe am Ball, Übersicht, sehr gutes Positionsspiel, überlegtes und sicheres Passspiel und das Zustellen von Passwegen des Gegners und das Anfangen gegenerischer Pässe ins defensive Mittelfeld Werders. Ein entscheidender Faktor für den Überraschungssieg in München.

Schließlich hat Woltemade (letzte Saison in die 3. Liga an Elversberg ausgeliehen) als hängende Spitze in der ersten Halbzeit in München gezeigt, dass er eine echte Alternative zum ebenfalls gesperrten Ducksch sein kann.

Insgesamt sieht es so aus, als sei man auf dem richtigen Gleis in Richtung Klassenerhalt, nicht zuletzt dank eines nach langem Zögern richtig reagierenden Trainers Ole Werner.


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