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Neu auf schwatzgelb.de: BVB-Profi erneut in der Kritik: Nmecha - Eine Never-Ending-Story (BVB)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 29.06.2025, 20:20 (vor 198 Tagen) @ Alones

Gibt aber viele Frauen unter den Fans, für die so ein Frauenbild auch im Stadion ein echtes Problem sind.


Dann sollen die Nmecha doch ihre Meinung mitteilen. Ist ja nicht verboten. Aber hier auf der schwarzgelben Salamiparty nun darüber zu diskutieren, was Frauen von der Lektüre halten, die Nmecha vllt. so liest, ist doch auch müßig. Meine Vermutung: den meisten dürfte es wurscht sein. Und vllt. ist das keine Mehrheit, aber täusche dich mal nicht, wie viele möglicherweise sogar solche Ansichten teilen. Gerade in den USA gibt es schon länger diesen Trend und hierzulande hat die demographische Entwicklung auch schon längst Spuren hinterlassen...

Interessant wäre auch, welche Frauen aus welcher Gesellschaftsschicht was von der Lektüre halten. Also ich kann das jetzt nicht bewerten (und mal Hand auf's Herz, ich habe das Buch nicht gelesen, aber es wird garantiert intellektuell eher unterbelichteter, reaktionärer Stoff sein), aber es gibt ja auch bei uns in den westlichen Gesellschaften zunehmend so soziale Trends wie "Trad-Wife" oder "Ost-Mulle". Ich habe Frauen bei uns im Block stehen (mea culpa, so oft gehe ich nicht mehr ins Stadion), die da seit 15 Jahren stehen. Jede Wette, wenn ich sie in diese Diskussion einbrächte, sie würden den Fingerpointern deutlich kritischer gegenüberstehen, als dem Autor mit seinem belanglosen ewiggestrigen Kram. Im asiatischen und slawischen Raum habe ich auch immer deutlich andere Selbstverständnis-/Rollenbilder der Damenwelt wahrgenommen, als dass sie sich von so einem Kram angegriffen fühlen würden, als eher von der Diskussion darüber als solche. Ich erinnere mich noch daran, wie ein Kollege auf einem Geschäftstrip den japanischen Kolleginnen davon erzählte, wie seine Frau und er gemeinsam Vollzeit arbeiten würden, weil sie sich ein kleines Reihenhäuschen gekauft haben im Speckgürtel von Düsseldorf und eine progressive Lebenshaltung pflegten. Was sich dann in dem Gesprächsraum auftat, war aber keine Bestätigung des Kollegen für sein modernes Familienleben, sondern abschätzige Kommentare der japanaischen Kolleginnen, dass sie ja auch teilweise Vollzeit arbeiten müssten, weil die Kosten so hoch seien. Im Nachgang dann mit mehr oder minder direkten Vorwürfen, ihre Männer seien ja auch keine richtigen Männer mehr, weil sie ihre Familien alleine nicht die Wohlstandstreppe nach oben brächten, aber was wolle man machen. Also hätte man dort das Buch, dessen Inhalt ich nur von den Diskussionen jetzt hier kenne, geschmissen, hätten die vermutlich gesagt "Genau, ihr Loser, seht mal wieder zu, dass wir aus der Arbeitswelt raus und in die Familienwelt reinkönnen, statt uns in einem Büro verdingen zu müssen."
To cut a long story short: ich halte Nmecha für komischen Vogel mit chauvinistischen Gedanken, aber die Diskussion jetzt im Speziellen über dieses Buch ist einfach eine aus einer Akademiker-Bubble, der selbst viele Frauen (mein Eindruck) hier in good old Germany nicht (mehr) positiv gegenüberstehen würden.


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