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Erwartungsgemäß: Derbe Trump-Tirade nach dem Super Bowl (Spieltage)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 09.02.2026, 13:45 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 53 Min.) @ Lattenknaller
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 09.02.2026, 13:48

Die Menschen um Trump herum und die hinter ihm denken vielfach strategisch. Donald Trump hingegen ist vor allem ein maligner Narzisst, der zunehmend Anzeichen von Demenz zeigt. Der Mann will, dass in New York ein Bahnhof und ein Flugplatz nach ihm benannt werden, ansonsten blockiert er Bundesmittel. Er will seinen Ballsaal errichten lassen, seinen Triumphbogen. Er will seinen Kopf am Mount Rushmore sehen, er schreibt peinliche Briefe an andere Staats- und Regierungschefs, in denen er seinen Anspruch auf den Nobelpreis bekräftigt, und, und, und.

Die Millers und andere wissen, auf welche Knöpfe sie drücken müssen. Der Rest ist das, was Pawlow bei seinen Hunden beschrieben hat.


Sorry Ulrich, Du läufst immer noch der Mär hinterher, dass alle nur dem großen Führer Trump hinterlaufen und dass da keine Strategie dahinter steht. Natürlich ist Trump ein Psychopath, aber ein sehr nützlicher.
Es gibt eine Unzahl an Berichten und Podcast, die die hinter Trump und MAGA stehenden Strukturen aufdecken. Da ist z.e. der rechtsradikale MAGA-Flügel und z.a. die Technobros mit ihrer wirtschaftslibertär-autokratischen Grundeinstellung, dazu eine religiöse Gemengengelage. Die letzteren werden durch die Vance - Thiel Connection reingetragen. Vance ist aber der eigentlich ideologische Taktgeber.
Alles das was Trump macht dient der Grenzverschiebung, wie von Pfostentreffer beschrieben. Das ist ein weltweites Muster. Trump macht das am radikalsten, erfolgreich. Wenn notwendig rudert er zurück.
Tut ihm ja nicht weh. Was ihm weh tat, war, dass die bürgerliche Mitte, die er für Wahlen braucht, nach den Vorkommnissen in Minnesota gezuckt hat. Da wird feinjustiert.
Alle, die mal öffentlich was ausplaudern und Trump aber persönlich kennen, bestätigen, dass er da anders auftritt.
Er schafft es am Vortag mit jemanden beim Dinner zu plaudern und zuzuhören, gegen den aber am nächsten Tag asozial-medial abzuledern. Das sind keine Einzelfälle. Alle Deine persönlichen Zuschreibungen sind korrekt. Aber das wird strategisch eingesetzt und Trump weiß genau, was er Da macht.
Es gibt einen Plan, der ist klar, es wird aber immer noch von weiten Teilen der bürgerlichen Mitte und den Partei so getan, als ob das alles nur ein temporäres Problem sei.

Das Problem "USA" wird auch mit Donald Trump nicht verschwinden. Es wird ein neuer Demagoge kommen. Die US-Bevölkerung findet den aktuellen Weg in erheblichen Teilen der Gesellschaft gut und richtig. Schlicht, weil über Jahrzehnte das Kernproblem der Ungleichheit in der US-Gesellschaft von Demokraten und Republikanern pathologisch missachtet wurde. Ähnlich wie bei uns, nur alles früher und drastischer. Der "sweet point of no return" ist längst überschritten, die Vorgänge um die Washington Post zeigen das noch einmal ganz unabhängig von Trump und MAGA. Ändern wird das Ganze irgendwann nur ein Verteilungskampf in der US-Gesellschaft. Ob der blutig wird oder geregelt von statten geht, ist völlig offen. Aber auch in Deutschland gibt es ja noch viel Transatlantiker, die dem Traum verfangen sind, in 2-3 Jahren wieder sagen zu können "America is back".


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