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Erwartungsgemäß: Derbe Trump-Tirade nach dem Super Bowl (Spieltage)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 09.02.2026, 14:33 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 6 Min.) @ Ulrich
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 09.02.2026, 14:37

Du übersiehst einen wichtigen Punkt. Dieser Mann ist mittlerweile dement. Er schafft es nicht einmal mehr, Grönland und Island auseinanderzuhalten. Trump lässt seinen niederen Instinkten freien Raum, vermutlich ist er gar nicht mehr in der Lage, sie zu kontrollieren. Aber vor allem ist er zum Spielball der Leute um ihn herum geworden. Die drücken auf die Knöpfe und lösen so bei Trump die entsprechenden Reaktionen aus.

Um Sascha Lobo zu zitieren: "Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt 2025 keinen einzigen kohärenten, klaren, politischen Gedanken geäußert. Darüber müssen wir offen reden und schreiben, auch wenn es uns zutiefst verstört."

In den USA regiert nicht der Präsident, sondern der Irrwitz (Spiegel)


Was einmal mehr zeigt, dass nicht Trump das Problem ist oder ein einmaliger Unfall, sondern dass sich in den USA systemisch etwas verschoben hat. Getragen durch große Teile der Bevölkerung.


Donald Trump war unter anderem auch so etwas wie ein "Katalysator". Er ist ein intuitiver Demagoge und wusste zumindest in der Vergangenheit instinktiv, auf welche Knöpfe er drücken musste. Er hat die Stimmung derjenigen, die sich abgehängt fühlten und deshalb die Welt brennen sehen wollten sowie derjenigen, die geistig noch im letzten oder vorletzten Jahrhundert standen und von "white supremacy" träumen, in Stimmen an der Wahlurne umgewandelt. Das alleine hätte aber nicht ausgereicht, um an den Wahlurnen erfolgreich zu sein.

Gewinnen konnte er die Wahlen nur deshalb, weil er zudem einem Teil der Wählerschaft vermittelt hat, er würde die USA in eine wirtschaftlich goldene Zukunft führen. Nun aber zeigt sich, dass dies nur ein leeres Versprechen war und Trump ein con man ist.

Aber was vesprichst du dir von dieser Diagnose? Dass die Amerikaner ihren nun offen ausgelebten Nationalismus und Rassismus wieder in den Keller bringen? Wenn man den Faktor "Wirtschaft" außen vor lässt, finden die meisten Amis ziemlich gut, was gerade innenpolitisch und außenpolitisch so in den USA abgeht.
Im Zweifel wird, sofern es noch Wahlen geben wird, Trump in die Ecke geschoben und das Blame-Game beginnt und der nächste Demagoge kommt, wie ein Vance. Der dann natürlich ökonomisch alles besser machen will und die Mittelschicht ganz fest im Blick hat. Man wird vielleicht den Kopf austauschen, aber die Autokratie- und Rassismuswelle kommt in den USA schon in großen Teilen der Gesellschaft richtig gut an, massiv begünstig von einer Tech-Billionärs-Elite, die alles bewegen kann, was sie bewegen will.


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