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Ergebnis einer Antikörper-Studie in New York 20 % infiziert! (Corona)

FranzBinder, Ort, Freitag, 24.04.2020, 11:24 (vor 2090 Tagen) @ Micawber


Die Frage ist halt ob es sich für 390tsd (oder 480tsd) mögliche Opfer lohnt in Deutschland bis zu 3 Mio Arbeitslose, einen massiven Wirtschaftsrückgang, eine massive Einschränkung des Soziallebens und Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte (siehe Polen, Ungarn, ...) in Kauf zu nehmen.


Wobei sich mehrere Fragen stellen. Zum einen ob der Preis für die Vermeidung der 300.000 bis 400.000 Toten oder mehr tatsächlich noch so groß ist.

Denn einen großen Teil haben wir ja schon mehr oder weniger gezahlt. Die Folgen für die Wirtschaft sind bereits riesig und wir haben uns schon seit vier bis fünf Wochen (oder länger) stark in unseren Grundrechten eingeschränkt. (Wobei die Einschränkungen in vielen anderen Staaten ja noch wesentlich weitergehender waren als bei uns.)

Deshab wäre es ja so wichtig, die Maßnahmen noch etwas weiter laufen zu lassen bzw. nur sehr zögerlich zu lockern.

Weil man danach, wenn man eben wieder durch besseres, flächendeckendes Testen, intensive Nachverfolgung (Tracking) und strenge Quarantäne für Betroffene und Kontakte, den Normalzustand mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit schneller erreichen und beibehalten kann. Und davon würde dann auch die Wirtschaft stark profitieren.

Die zweite Frage wäre etwa, ob es nicht Erfolgsmodelle in anderen Staaten gibt, die diese Strategie besser bzw. schon von Anfang an umgesetzt haben.

Und genau die gibt es auch. Etwa Südkorea, Taiwan, Vietnam oder auch Neusseland etc. haben es vorgemacht. Auch wenn man das vielleicht nicht alles 1:1 vergleichen kann. Wir könnten uns in ein paar Wochen ebenfalls wieder in so eine gute Ausgangslage bringen.

Diese Alternative wird leider in den Diskussionen immer übersehen.

Ich stimme dir in weiten Teilen zu, bis auf die Folgen für die Wirtschaft, Singapur wäre da auch noch zu ergänzen als Positives Beispiel.

Die Frage ist halt wer ist der Überbringer der schlechten Nachricht? Wer sagt der Bevölkerung, dass es vieleicht/vermutlich nie wieder ein Leben geben wird wie wir es bisher gekannt haben? Darauf läuft es nämlich hinaus, solange es keinen Impfstoff gibt. Selbst wenn er kommen sollte (2021?), ist die Wirkung wohl nicht dauerhaft, sondern ähnlich wie bei der Grippe nur saisonal/Virenstamm bezogen wirksam auch das wurde von vielen Experten schon angesprochen.

Bis jetzt wurde vieles durch Virologen bestimmt, in Zukunft wird sich die Politik aber mehr in Richtung "Public Health" Experten und Ökonomen wenden müssen. Ich wette gerne mit jedem hier um ein Getränk nach Wahl, dass sich die Risikobereitschaft der Politik in den nächsten zwei Jahren generell erhöhen wird. Die Todeszahlen sind global zwar höher als im langjährigen Schnitt, aber nicht so hoch dass es besorgniserregend wäre. Wobei ich unterstreichen möchte, dass jeder einzelne Todesfall tragisch ist, aber unabhängig davon ob der Tod durch Grippe, Corona, Hunger oder Ertrinken erfolgt.


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