schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Das Schutzschild "andere Mitarbeiter im Verein" (Corona)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 26.04.2020, 14:40 (vor 2087 Tagen) @ Djerun

Es ist schon interessant. Seit 20 Jahren schreien wir alle „scheiss Kommerz“ und nun, wo die Blase zu platzen droht, merken wir „scheisse, da hängen ja 850 Jobs dran“. Das ist wahnsinnig inkonsequent. Wie das Fähnchen im Wind.


Ähm, dir ist klar, dass ich nur eine Aussage von Watzke kommentiert habe? Und den Komerz gibt es schon länger. Die 90er waren auch schon sehr komerziell. Aber diese Diskussion gibt es schon länger.

Aber nur um das mal klar zu stellen, alleine die Bundesliga mit ihren Lizenzbereich, den Tochterfirmen und den indrekt Angestellten wie Secury und Catering haben schon über 55.000 Mitarbeiter (Stand 19/20). Dazu kämen bestimmt noch weitere Jobverluste, die nur indirekt mit den Vereinen zu tun hat (TV, Presse, Gastronomie, Hotels usw.)

Drehen wir das Rad mal weiter: Es würden noch viel mehr Jobs dran hängen, gäbe es noch mehr Werbepartner, noch mehr Fanshops, noch mehr Kommerz. Sind wir dann in Zukunft für noch viel mehr Kommerz? Weil dann ja noch viel mehr Arbeitsplätze entstehen?


Es geht weiterhin um einen Mittelweg zwischen Tradition und Komerz. Und aktuell geht es wohl weniger darum, weitere Arbeitsplätze zu schaffen, sondern eher darum, diese zu erhalten.

Gruß

CHS


Die Diskussion und die Verantwortung geht hier in eine falsche Richtung. Wie viel Prozent der Kosten bei einem Bundesligaverein gehen auf die Kappe von Spielern, Trainer und Top-Management? Gerade die ersten beiden Positionen müssen jetzt dauerhaft für einen unbestimmten Zeitraum zurückstecken, mindestens 50% von bisher bekannten Gehältern abtreten, ansonsten ist das System halt kaputt. Im Grunde ist der Profifußball ähnlich fragil und asozial strukturiert wie das Zocken des Investmentbankings. Nicht wertschöpfend, maßlos gierig überzogen, maximal auf Kante genäht. Wenn es um die Rettung von derartigen Geldhäusern geht schreien alle "Tod dem XY Kreditinstitut!", keiner kommt auf die Idee zu sagen "Ja aber die ganzen Servicekräfte hier und die Assistentinnen und so weiter, denkt doch mal an die". Ins metaphorische Visier genommen werden müssen die Zocker des Systems Fußball, ohne wenn und aber, nachhaltig und langfristig. Es gibt andere wirtschaftliche Flächenbrände als den Fußball. Fußball gespielt werden sollte so lange nicht, bis auch Bademeister wieder in ihr Schwimmbad können oder Clubbesitzer ihre Pforten öffnen dürfen.


Haben denn Bademeister und Clubbesitzer Konzepte vorgelegt, wie sie den Betrieb wieder verantwortungsvoll organisiert gestalten?
Und noch was: rede doch nicht ständig von "allen", "jedem" und "keiner"! Das ist so falsch wie es falscher nicht geht...

Habe ich jetzt irgendwie nur zweimal in meinem Text gesehen. Hast du mehr gefunden?

Weißte, mir ist das letztlich egal. Von mir aus können sie spielen, solange sie mit ihren Konzepten nicht medizinische oder verwaltungstechnische Kapazitäten unverhältnismäßig belegen, mir geht einfach nur dieses gebetsmühlenartige "Wir haben auch andere Mitarbeiter"-Gesabbel auf die Nerven. Also ob da jetzt der tiefere Schmerz liegt für das Business.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1522499 Einträge in 16361 Threads, 14353 registrierte Benutzer Forumszeit: 13.01.2026, 01:31
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln