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Neue Daten vs Alte Daten (Corona)

Fluegelflitzer, Göttingen, Montag, 27.04.2020, 18:52 (vor 2086 Tagen) @ jniklast
bearbeitet von Fluegelflitzer, Montag, 27.04.2020, 19:11

In einer Sache hast du Recht: wir schreiben über unterschiedliche Dinge. Das hab ich jetzt aber auch wirklich oft genug betont und relativ klar gemacht, worum es geht und was am Artikel falsch ist (ein letzter Hinweis: es ist nicht die Unterscheidung zwischen Meldedatum und Erkrankungsdatum).
Du willst anscheinend nicht einsehen, dass aufgrund der Zahlen eindeutig ist, dass es ein exponentielles Wachstum gab. Da kann man dann nichts machen.

Nein, gab es nicht. Es sei denn, du hast eine neue Definition einer Exponentialfunktion erfunden, die noch keiner kennt. Wenn es ein exponentielles Wachstum gegeben hätte, dann hätten wir in Deutschland nach 2-3 Monaten 10 Millionen Infizierte haben müssen, so wie es der Tierarzt vom RKI gesagt hat. Selbst aus deinen KW Zahlen lässt sich keine Exponentialfunktion ableiten und wenn du nicht nur so tust, als wüsstest du noch, was die Definition von exponentiellem Wachstum ist, dann weißt du das auch.

Hier erklärt dir nochmal ein Mathematiker, warum euer Gerede vom exponentiellen Wachstum im Zusammenhang mit Covid-19 Blödsinn ist.

https://www.focus.de/gesundheit/news/mathematiker-moritz-kassmann-auf-verdopplungszeiten-zu-schauen-macht-mathematisch-keinen-sinn_id_11890427.html

"Verdopplungszeit ist keine Momentaufnahme

Dabei gibt es jedoch einen Haken. „Wer diese Zahl benutzt, setzt voraus, dass ein exponentielles Wachstum mit konstanter Wachstumsrate vorliegt, beziehungsweise, dass die Verdopplungszeit konstant ist“, erklärt Kaßmann weiter. „Also, dass sich die Zahl der Infektionen über einen bestimmten Zeitraum immer im gleichen Maße verdoppelt.“

Bei einer Verdopplungszeit von zehn Tagen würde die Situation dann wie folgt aussehen:

Alle zehn Tage würde sich die Zahl der Neuinfektionen verdoppeln. Sie würde sich von heute auf in zehn Tagen verdoppeln, von morgen auf in elf Tagen, von übermorgen auf in zwölf Tagen, und so weiter.

Dabei handelt es sich also nicht um eine Momentaufnahme, sondern um die Entwicklung über einen bestimmten Zeitraum. Nur dann könne man von exponentiellem Wachstum sprechen und eine Verdopplungszeit bestimmen.

Kein exponentielles Wachstum in Deutschland

Das war jedoch schon zu dem Zeitpunkt nicht mehr der Fall, als über Verdopplungszeiten diskutiert wurde“, betont der Mathematiker. „In Wahrheit schwankte bereits damals diese Zahl.

Für einen Mathematiker bedeute das, dass er mit einer solchen Zahl nicht mehr arbeiten könne. Denn die Grundlage, ein Wachstum mit einer konstanten Wachstumsrate sei nicht gegeben.

„Das Konzept der Verdopplungszeit hat in diesem Zusammenhang also keine Bedeutung mehr, es sollte nicht mehr angewendet werden“, erklärt Kaßmann. „Auf diese Zahl zu schauen, macht mathematisch keinen Sinn.“

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