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Ergebnis einer Antikörper-Studie in New York 20 % infiziert! (Corona)

Alones, Freitag, 24.04.2020, 11:32 (vor 2090 Tagen) @ Micawber

Die Frage ist halt ob es sich für 390tsd (oder 480tsd) mögliche Opfer lohnt in Deutschland bis zu 3 Mio Arbeitslose, einen massiven Wirtschaftsrückgang, eine massive Einschränkung des Soziallebens und Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte (siehe Polen, Ungarn, ...) in Kauf zu nehmen.


Wobei sich mehrere Fragen stellen. Zum einen ob der Preis für die Vermeidung der 300.000 bis 400.000 Toten oder mehr tatsächlich noch so groß ist.

Vllt. sollte man mal eher damit anfangen, eine andere Rechnung aufzustellen. Anstatt einfach nur die Todeszahl hoch- und runterzurechnen, muss man ab einem bestimmten Zeitpunkt auch dazu übergehen, die Anzahl der vernichteten Lebensjahre durch den Lockdown gegenüberzustellen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland beträgt: 81 Jahre (Männer sterben in der Regel früher als Frauen).

Das Durchschnittsalter der Coronatoten in Deutschland beträgt: 80 Jahre.

Bei 500.000 Coronatoten macht das: 500.000 vernichtete Lebensjahre. Da es noch ein paar Ungereimtheiten gibt und die Dunkelziffer relatv groß ist, sagen wir einfach mal, dass Covid-19 im Schnitt 5 Lebensjahre kostet, was es zu einem absoluten Killervirus machen würde. Das macht dann 2.500.000 vernichtete Lebensjahre bei 500.000 Todesfällen.

Nun ist allerdings bekannt, dass Armut und fehlende Bildung (beides oft zusammen) die Lebenserwartung signifikant verringern. Gehen wir davon aus, dass 3 Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen sind.

Gehen wir ebenfalls davon aus, dass die Maßnahmen bei 3 Millionen Menschen die Lebenserwartung um ein halbes Jahr verringern. Dann macht das 1,5 Millionen vernichtete Lebensjahre durch den Lockdown. Die Maßnahmen wären gerechtfertigt. Sollte der Lockdown nun aber noch länger anhalten, und der Faktor erhöht sich auf 1, stehen wir bereits bei 3 Mio. weniger Lebensjahren und damit würde der Lockdown mehr Lebensjahre vernichten als retten.

Und ja, ich weiß, dass es auch noch andere Dynamiken gibt, die berücksichtigt werden müssten. Wenn nach der Krise, plötzlich der weltweite Wohlstand ausbricht, wäre die Rechnung beispielsweise hinfällig. Ebenso könnte man jetzt noch über Utilitarismus vs. Kant philosophieren. Möchte man es noch komplizierter machen, könnte man auch über die Qualität der Lebensjahre diskutieren, etc.


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