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Für Beste ist Heidenheim das Beste (Spieltage)

Will Kane, Saarbrücken, Montag, 18.09.2023, 13:27 (vor 279 Tagen) @ DomJay

Und zwar weil er dort unter Trainer Frank Schmidt spielen kann.

Jan-Niklas Beste hat beim BVB im Nachwuchsbereich eine Entwicklung hin auf die linke Außenverteidigerposition in einer Viererkette genommen. Auf dieser Position spielte er beim BVB, aber auch in diversen U-Auswahlmannschaften des DFB.

Er hat seine Sache im Nachwuchsbereich auch ordentlich gemacht, hat es beim BVB noch in der U 19 spielend sogar einige Male in den Profikader geschafft.

Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die LAV-Position sowohl bei Clubteams, als auch bei Auswahlmannschaften eine Mangelposition ist, auf der in quasi jedem Kader Bedarf besteht. Da werden häufig hinsichtlich Eignung und Qualität Kompromisse gemacht; Stichwort ‚Schnitzen‘.

Beste war beim BVB für die U 23 vorgesehen, für den Profibereich hat man seine Qualität als LAV nicht als ausreichend angesehen. Was auch für Werder gilt, wohin er wechselte, weil er sich dort Einsatzzeiten bei den Profis erhoffte. Beide Clubs lagen mit ihrer Einschätzung definitiv richtig. Ob er eventuell für eine andere Position besser geeignet gewesen wäre, war bei beiden Clubs allerdings kein Thema.

Immerhin ist man bei Werder auf den Gedanken gekommen, dass Beste verliehen werden könne, um Spielpraxis zu sammeln. Auf seiner ersten Leihstationen in den Niederlanden hatte er Pech und verletzte sich früh schwerer und fiel fast die gesamte Saison aus. Danach wurde er in die 2.Bundesliga zum Jahn in Regensburg verliehen, wo er in seinem ersten Leihjahr zunächst auch auf der LAV-Position eingesetzt wurde. Bedingt durch einen personellen Engpass musste er dann erst im linken Mittelfeld, dann als Linksaußen auflaufen. Nachdem er dann wieder erst auf die Bank kam, wurde er in seinem zweiten Leihjahr von Trainer Selimbegović öfters eingesetzt, immer offensiv, allerdings durchweg inversiv auf der rechten Offensivseite.

Beim Jahn hatte man dennoch kein Interesse an einer festen Verpflichtung Bestes und Werder wollte ihn auch nicht zurückhaben. So wechselte er für ‚kleines Geld‘ nach Heidenheim, wo Trainer Frank Schmidt das Potential Bestes erkannt hatte. Er setzte Beste als Linksaußen ein und förderte seine Entwicklung. Auf Anhieb wurde Beste unter Schmidt zu einem Leistungsträger, der erheblichen Anteil am Aufstieg des Clubs in die Bundesliga hatte. Und es sieht so aus, als wenn Beste in der Bundesliga seinen unter Schmidt eingeschlagenen Erfolgsweg fortsetzen könnte.

Beim BVB, bei Werder und beim Jahn hat man gesehen, dass Beste defensiv seine Schwächen hat und dass es auf der LAV-Position im Profibereich für ihn nicht langen würde. Nur beim Jahn hat man dann (eher zufällig) erkannt, dass er offensiv stärker einzuschätzen ist als defensiv. Nur hat man ihn letztlich dort auch offensiv nicht seinen Stärken gemäß eingesetzt. Erst Frank Schmidt hat diese Stärken richtig erkannt und richtig genutzt. Was sollte Beste beim BVB nun vorfinden, was für seine weitere fußballerische Entwicklung beim FCH nicht besser wäre? Es sei denn, er würde seinen jetzigen Trainer gleich mitbringen.

Im übrigen dürfte sich Werder als Club, dessen ständiges Jonglieren auf der finanziellen Nahtkante das Entwickeln von Spielern geradezu notwendig macht, so richtig ärgern, wenn man sieht, welches Potential man bei Beste nicht erkannt hat.


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