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USA-Essay: Das hört nicht auf (Sonstiges)

Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Samstag, 30.05.2020, 09:06 (vor 2042 Tagen) @ Wickiborusse

Der Artikel ist in meinen Augen ziemlich dämlich, nein eher erschütternd. Er suggeriert ein Amerika, das nur noch zwei Gegensätze kennt. Er redet ein Amerika ein, dass keine Ahnung mehr von Demokratie hätte. Das ist extrem absurd. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass vor Trump acht Jahre Obama lagen.
Gerade wir in Europa sollten mal still sein. Die USA sind seit 1776 eine Demokratie. Wir schlagen uns hier in Europa seitdem die Köpfe ein und haben seit einigen Jahrzehnten aus Erschöpfung Ruhe. Und ihr meint, ihr seid die besseren Demokraten und die Amis vollkommen verblödet? Welche Hybris. Kommt mal runter.

Ich bin ja tendenziell ein Freund der USA, aber hier muss man ganz klar feststellen, dass die amerikanische Gesellschaft so gespalten ist wie seit dem Vietnamkrieg nicht mehr oder sogar noch stärker... Ja, vor allem die Amerikaner haben uns Deutschen unsere heutige Demokratie beschert und dafür bin ich ihnen unfassbar dankbar, ändert aber nichts an der Tatsache, dass (nicht nur) in den USA niederträchtigstes Verhalten von weißen Polizisten gegen Minderheiten quasi an der Tagesordnung ist und nur in den seltensten Fällen geahndet wird. Nur weil plötzlich ein schwarzer, weiblicher, homosexueller oder rechtspopulistischer Präsident an der Spitze des Staates steht, krempeln die Polizisten auf der Straße ja nicht ihre komplette Weltsicht um... das ist ein strukturelles Problem, welches man nicht so leicht Präsident X und Präsident Y anlasten kann. Und gerade deshalb tun die Bilder aus Minneapolis u.a. so weh, weil sie gleichzeitig so unnötig wie vermeidbar sind, aber auch als Katalysator für die ohnehin schon zerrissene/unzufriedene Gesellschaft dienen, die sich dadurch weiter in Richtung der "Ränder" radikalisiert. Das kann und darf nicht das Ziel oder Ergebnis sein, aber ich beneide niemanden der die Wahl zwischen Trump und Biden hat.


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