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Foreveralone, Dortmund, Freitag, 05.06.2020, 00:53 (vor 2036 Tagen) @ markus

Ne, er befindet sich hier nur in einer völlig fremden Bubble. Weil hier ganz offensichtlich die eingeschworene Vermögens- und Juristenfront (oder absurdr: Geringverdiener, die denen noch den Arsch pudern) hier wirklich alles blocken und madig reden, im Grunde auch machbare Umsetzung eines gerechteren Sozialstaates gefordert wird.


Bin ich sofort dabei. Deshalb bin ich nicht nur im Betriebsrat, sondern auch in der Gewerkschaft, um für bessere Löhne zu kämpfen. Das ist der einzig sinnvolle Weg um tatsächlich die Löhne zu erhöhen, den aber leider immer weniger Menschen, gerade Geringverdiener, bereit sind mitzugehen. Immer weniger Unternehmen sind tarifgebunden, weil die Leute einfach ihre Hintern nicht mehr hochkriegen und Dinge wie Tarifbindung nicht einfordern. Warum sollte dann ein Unternehmen die Löhne erhöhen? Wird doch gar nicht von der Belegschaft eingefordert. Stattdessen werden reine Neiddebatten geführt, wie z.B. gegen die angeblich überbezahlen Juristen oder auch Lufthansa Piloten, die aber einfach nur irgendwas richtig gemacht haben. Oder es werden x Ausreden dafür gefunden, warum man nun doch nicht der Gewerkschaft beitritt. Dabei ist das Streikrecht ziemlich stark und effektiv.

Im Grunde ist das wie beim (lächerlichen) Mindestlohn Aufgabe der Politik hier eine bindene Vergütung zu ermöglichen. Ein Betriebsrat ist auch nicht überall machbar. Es gibt zig selbständige, kleine Betriebe in Deutschland. Was meinst du warum die Verkäufer bei LIDL und Aldi nicht streiken? Weil die verhältnismäßig gut ihre Angestellten entlohnen + Boni anbieten und ich auch immer wieder von Bekannten höre, wie gerne sie dort arbeiten. Ich habe das Glück unter einem selbständigen Unternehmer zu arbeiten, der fair entlohnt, viele andere aber nicht.

Das Problem sind im Grunde auch keine Lufthansa-Piloten, sondern absurd bezahlte CEOs, die das zigfache ihres Personals verdienen und in ihre Position nur hinen gerutscht sind.

Es ist aber in Zeiten der Globalisierung auch leider nicht mehr so einfach, eine gesunde soziale Marktwirtschaft aufzubauen.


Aber ja, die Mentalität der Deutschen was praktische Forderungen in Form von Streik angeht ist eher ausbaufähig, wenn man das z.B mit unseren französischen Nachbarn vergleicht.


Welche Lösungsansätze hat denn der User Hardbreak? Er schreibt: Es soll niemand ohne Arbeit Geld bekommen. Gleichzeitig soll aber Lufthansa pleite gehen. Geld nur gegen Arbeit, gleichzeitig aber Arbeitsplätze vernichten, das widerspricht sich ganz massiv. Die ganzen Sozialleistungen, die wir uns gönnen, müssen am Ende auch irgendwie finanziert werden. Gibt es weniger Arbeitsplätze, hat das auch negative Auswirkungen auf die Rentenkasse, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung.


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