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Wann zieht der BVB endlich nach ? (Fußball und Sport allgemein)

Unterhändler, Mittwoch, 24.06.2026, 22:32 (vor 7 Stunden, 10 Minuten) @ DieRoteKarteZahlIch
bearbeitet von Unterhändler, Mittwoch, 24.06.2026, 22:39

Jep. War visionär! Woran haperte es eigentlich? Genügend Außerirdische auf der Durchreise gab es ja.

Ich habe das bis heute der CDU nicht verziehen, da diese damals im Stadtrat das Projekt blockiert hat, es ging meiner Erinnerung nach um einen geringen, einstelligen Millionenbetrag, zu den Hinterzimmerabsprachen kann ich natürlich nichts sagen. Aber ich meine, dass war einfach parteipolitisch motiviert.

Die Google-KI sagt folgendes dazu (die Formatierung ist bescheiden und nur für wirklich Interessierte, lässt sich leider nicht besser einfügen):

Das Projekt „3do“ im ÜberblickDie Beteiligten: Der Projektname bildete sich aus den drei beteiligten Hauptpartnern – der Stadt Dortmund, der Deutschen Bahn (DB Station&Service AG) sowie dem portugiesischen Großinvestor Sonae Sierra (damals Sonae Imobiliária).Das Konzept: Geplant war ein moderner Bahnhofsneubau, der drei Kernbereiche miteinander verknüpfen sollte: Verkehr, Einzelhandel und Freizeit.Rolle von Sonae: Der Investor Sonae sollte das wirtschaftliche Risiko für das Megaprojekt tragen und im Gegenzug großflächige Gewerbe- und Entertainmentflächen vermarkten.Die Rolle der CDU: Im Stadtrat und im Land Nordrhein-Westfalen (das zeitweise von einer CDU-FDP-Koalition regiert wurde) begleitete die CDU die Verhandlungen intensiv. Trotz politischer Unterstützung stießen die Pläne des Investors, insbesondere bezüglich der massiven Ausweitung von Einzelhandelsflächen in Konkurrenz zur Dortmunder Innenstadt, auf langwierige Diskussionen.Warum das Projekt scheiterteNach jahrelangen Detailverhandlungen und einer Einigung im Jahr 2002 zog sich der Investor Sonae Sierra Anfang 2007 endgültig zurück. Als Hauptgründe galten gestiegene Baukosten, mangelnde Wirtschaftlichkeit der geplanten Einzelhandelsflächen und das Risiko, dass der Bahnhof den etablierten Geschäften auf dem Westenhellweg zu viel Kaufkraft entziehen würde.

Die Verteilung der Finanzierung beim Projekt „3do“ war hochkomplex und genau an dieser Schnittstelle entbrannte damals der politische Streit im Dortmunder Stadtrat.Das Gerücht, Sonae Sierra habe „alles kalkuliert“, stimmt nur für den kommerziellen Teil. Das Gesamtprojekt basierte in Wirklichkeit auf einer Mischfinanzierung aus privaten Geldern, Staatsmitteln und städtischen Zuschüssen.So sah die geplante Finanzierung aus:Das Gesamtvolumen wurde zuletzt mit rund 400 bis 450 Millionen Euro beziffert.Der private Anteil (Sonae): Sonae Sierra sollte rund 250 bis 300 Millionen Euro investieren. Dieses Geld floss jedoch ausschließlich in das „Multithemencenter“, also in den Bau und die Vermarktung der riesigen Einzelhandels-, Gastronomie- und Entertainmentflächen über den Gleisen.Der öffentliche Anteil (Bund, Land & Bahn): Die reine Schienen- und Verkehrsinfrastruktur (Gleise, Bahnsteige, Empfangshalle) sollte durch Fördermittel des Bundes, des Landes NRW und Eigenmittel der Deutschen Bahn getragen werden.Der städtische Anteil (Stadt Dortmund): Die Stadt Dortmund betonte zwar stets, sich nicht „unmittelbar investiv“ am Shoppingcenter zu beteiligen. Sie musste jedoch die Infrastruktur rundherum finanzieren. Dazu gehörten die Neugestaltung der beiden Bahnhofsvorplätze (Nord und Süd), die Verkehrsanbindung des Königswalls sowie der Tunneldurchstich zur Nordstadt.Die Rolle der CDU und der Vorwurf der „Blockade“Dass die CDU im Stadtrat Finanzierungen „blockiert“ hat, muss im Kontext der damaligen politischen Mehrheitsverhältnisse und der wirtschaftlichen Bedenken verstanden werden. Es handelte sich um ein Ringen zwischen der SPD (die das Projekt als Prestigebau unbedingt wollte) und den Oppositionsparteien, allen voran der CDU und den Grünen.Die kritische Haltung und punktuelle Blockaden der CDU im Stadtrat bezogen sich im Kern auf folgende Punkte:Explodierende Folgekosten für die Stadt: Die CDU verweigerte wiederholt die Freigabe von städtischen Haushaltsmitteln für die Umfeldbedingungen, weil die veranschlagten Kosten für die Straßen- und Platzumbauten immer weiter stiegen. Die CDU argumentierte, dass Dortmund finanzielle Risiken für ein Projekt trage, dessen Hauptgewinn an einen privaten ausländischen Investor fließe.Schutz der Innenstadt (Westenhellweg): Die CDU-Fraktion (oft unterstützt von Vertretern des Dortmunder Einzelhandels) blockierte Planungen, die Sonae noch mehr Verkaufsfläche zugestanden hätten. Die CDU forderte strenge Limitierungen der Bruttogeschossfläche für das Center, um den Westenhellweg vor massiver Kaufkraftabwanderung zu schützen. Sonae wiederum erklärte, das Projekt rechne sich wirtschaftlich nur, wenn das Center eine bestimmte Größe erreiche.Der Vorwurf des „Knebelvertrags“: Die CDU warnte vor den vertraglichen Bindungen, die die Stadt mit der Bahn und Sonae eingehen sollte. Sie weigerte sich, Blankoschecks auszustellen, solange Sonae keine definitiven Festpreisgarantien für die von der Stadt mitzufinanzierenden Schnittstellenbauten vorlegte.Das bittere EndeAm Ende war es nicht allein die Blockade der lokalen Politik, sondern ein strategischer Rückzug von Sonae selbst. Weil die Verhandlungen durch die politischen Bedenken und die Auflagen des Stadtrats über Jahre verschleppt wurden, liefen dem Investor die Kosten davon. Als Sonae Anfang 2007 die finalen Verträge der Deutschen Bahn nicht unterschrieb, weil die Renditeerwartung durch gestiegene Baupreise nicht mehr stimmte, platzte das Projekt endgültig.Die Stadt Dortmund blieb am Ende auf rund 5,3 Millionen Euro Planungskosten sitzen, die komplett umsonst ausgegeben wurden.


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