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Bibel als Fundament (BVB)

Justus_Jonas_09, Mittwoch, 02.07.2025, 21:07 (vor 195 Tagen) @ Nietzsche

Selbst wenn sie niemandem etwas tun, so schaden sie doch dem Allgemeinwohl, weil sie aktiv gegen die Vernunft und Klugheit antreten.

Warum sollten sie dem Gemeinwohl schaden, wenn sie niemanden etwas tun?


In jeder Gesellschaft gibt es Konflikte. Es müssen Rechte gegeneinander abgewogen werden. Es gibt Interessen, die berechtigt und nachvollziehbar sind, sich aber gegenseitig ausschließen. Teilweise ist nicht einmal ein Kompromiss möglich und es muss abgewogen werden, welches Recht im speziellen fall höher wiegt.
All solche Sachen sind unvermeidlich und müssen gelöst werden.
Hat man in solchen Fällen mit Leuten zu tun, die sachlichen Erwägungen nicht zugänglich sind, weil sie explizit den Glauben höher schätzen als die Vernunft, gibt es keinen Ausweg. Man kann nicht mehr überzeugen.

Selbst wenn Menschen dieser Art direkt niemandem etwas tun, so tragen sie doch dazu bei, diese Unmöglichkeit der Vermittlung als etwas Gutes zu etablieren.
Religion schadet nicht direkt. Aber sie gibt der Unvernunft ein ehrbares Antlitz.

das ist ja ein Widerspruch. Darüber hinaus handeln Menschen sehr wenig aus reiner
Vernunft und Klugheit. Du bist ja auch nicht BVB-Fan aus reiner Vernunft und Klugheit
geworden ;-)


Ich kann aber jederzeit damit aufhören BVB-Fan zu sein, wenn ich erkenne, dass im Namen des BVB falsche Dinge geschehen. Hier im Forum wird oft und ausführlich darüber diskutiert, ob man noch Fan des BVB sein kann. Das Problem ist vielen sehr bewusst und wird auch offen angesprochen.

Klarer wird es von der anderen Seite. Wenn ich Leute frage, unter welchen Umständen sie nicht mehr Fan des BVB sein würden, könnten mir vermutlich alle gute Antworten geben. Es gibt also klare Grenzen, die man durch Vernunft erkennen kann.
Frag mal einen religiösen Menschen, unter welchen Umständen er seine Religion aufgeben würde. Wenn sie es mit der Religion ernst meinen, werden sie Dir sagen, dass das ausgeschlossen ist.

Und genau da ist das Problem: Die empfinden es als Ehre, rationalen Erwägungen nicht mehr zugänglich zu sein.
Das ist etwas völlig anderes, als irgendwelche Dummheiten zu machen oder seinem inneren Stammesmenschen auf der Süd Ausgang zu gewähren. Was übrigens durchaus klug ist. Entspannt ungemein. ;-)

Mir kommt es so vor als ob du hier nicht wirklich differenzierst und gläubigen Menschen
nicht zutraust rational zu handeln. Das ist eine ziemlich einseitige Betrachtungsweise.

Wenn jmd. an eine Religion glaubt, heißt das nicht zwangsläufig, dass er einen Rechtsstaat ablehnt, sondern von seinem Recht der Religionsfreiheit Gebrauch macht.

Weil du ja anscheinend ein Nietzsche Bewunderer bist (ich übrigens auch) kann ich dich
dahingehend unterrichten, dass bei Nietzsche nie einzelne Rechte abgewogen werden, sondern
es zählt einzig und allein das Recht des Stärkeren und die Gültigkeit für diese Art von
Recht hat auch nichts mit Vernunft und Klugheit zu tun. Nur mal so am Rande :-)


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