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Bibel als Fundament (BVB)

Nietzsche, Freitag, 04.07.2025, 14:01 (vor 193 Tagen) @ nico36de

Ich probiere es noch einmal. Irgendwie kommt das alles anders bei Dir an, als ich es meine.
Ich definiere nicht den "richtigen" Glauben oder sowas. Das soll jeder für sich selber entscheiden, kein Problem. Das bitte im Hinterkopf behalten. Jeder so, wie er mag, solange er die Rechte aller anderen achtet.

Machen wir die Fallunterscheidung:

1. Leute nehmen das wörtlich und glauben das alles so, wie es da steht. Die sind religiös, bzw. gläubig. Einfache Sache. Da sind wir uns einig, oder?

2. Es gibt Leute, die finden einige Sachen richtig und einige Sachen nicht.
Eine Menge Leute würden die Jungfrauengeburt oder die Sintflut nicht wirklich als Tatsachen ansehen. Die entscheiden sich meist, das irgendwie sinnbildlich zu verstehen.
Oder bei Sachen wie Sklaverei, irgendwelche Begründungen zu konstruieren, weshalb es gar nicht so schlimm ist, dass Sklaverei als etwas Normales hingenommen wird.

Meine These ist, dass es Leute gibt, die nur Teile der Bibel wörtlich glauben (z.B. "Nächstenliebe") und andere Sachen nicht. Weil es mit ihrem sonstigen Leben nicht passt.

Sind wir bis hierhin noch fein? Ich verurteile nichts und niemanden. Ich werte nicht. Ich stelle nur fest, dass es diese zwei Gruppen gibt.

Bei Gruppe 2 kann man sich fragen, wie die denn die Teile auswählen, die sie für glaubhaft halten und die sie für sinnbildlich halten. Es ist doch viel leichter an die Idee Nächstenliebe zu glauben als an eine Sintflut, oder?
Warum? Weil die Vernunft uns sagt, dass eine Sintflut nicht möglich ist. Dass es auch keine Anzeichen gibt, dass eine stattgefunden hat.

Das bedeutet aber auch, dass ich nur die Sachen aus der Bibel für wahr halte, die nicht physikalisch unmöglich sind. Also steht in diesem Fall Physik für mich über den Aussagen der Bibel.
Wenn ich aber schon solche mächtigen Werkzeuge wie z.B. Physik habe und nutze, wozu brauche ich dann noch den Glauben? Was tut der, was ich ohne ihn nicht zuwege brächte?

Für Leute der Gruppe 1 ist die Religion vollständige Welterklärung. Da ist alles aus einem Guss.
Aber bei Leuten der Gruppe 2 könnten Diskussionen aufkommen, ob man Sache x jetzt wörtlich oder sinnbildlich verstehen soll. Das ist ein ganz praktisches Problem.

Ich habe immer noch niemanden bewertet. Ich habe nicht gesagt, wie der richtige Glaube ist. Ich habe nur gezeigt, dass bei Gruppe 2 Fragen auftauchen, die bei Gruppe 1 nicht auftauchen.
Dann habe ich darauf hingewiesen, dass die Werkzeuge zur Beantwortung der Fragen nicht innerhalb der Religion liegen, sondern außerhalb.

War das nachvollziehbarer?


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