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Bibel als Fundament (BVB)

Nietzsche, Freitag, 04.07.2025, 08:00 (vor 195 Tagen) @ istar

Du solltest das für die Feinheiten mal mit einem Theologen diskutieren. Sklaverei z.B. war in der Antike Realität, mal war man von Geburt an Sklave, mal wurde man versklavt, weil man Schulden nicht bezahlt hatte. Die Bibel sagt nun sinngemäß,man soll mit denen nicht so arg krass umgehen. Eigentlich ein feiner Zug unter Berücksichtigung des historischen Kontexts.
An "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" könnte man seinen moralischen Kompass auch heute noch problemlos ausrichten,wenn man sich dazu entscheidet, auch Arschgeigen gegenüber erstmal grundsätzlich positiv eingestellt sein zu wollen.

Die Antwort ist ein schönes Beispiel für das, was ich meine.
Offensichtlich lehnst Du Sklaverei ab. Und Du findest, dass man nett zu anderen Leuten sein soll. Du rechnest es der Bibel an, dass dort steht, dass man auch zu Sklaven nett sein soll.
Die Forderung "Liebe deinen Nächsten" bewertest Du auch mit Deinem moralischen Kompass. Du kommst zu dem Ergebnis, dass das eine gute Idee ist und man das als Regel durchaus so zusammenfassen kann.

In beiden Fällen entnimmst Du Deine Wertungen nicht der Bibel. Denn Sklaverei lehnst Du ja ab. Nur dass man selbst zu Sklaven nett sein soll, das nimmst Du an. Deine Werte stammen also nicht aus der Bibel. Du bist also nicht gläubig in dem Sinne, dass die Religion das Fundament Deiner Wertungen ist.
Dann stellst sich natürlich die Frage, was gläubig in Deinem Fall überhaupt sein soll?


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