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Watzke als BVB-Präsident? „Werde mir Gedanken machen“ (BVB)

markus, Freitag, 20.06.2025, 07:08 (vor 210 Tagen) @ Conny Kramer

Oh doch. Durch den Wegfall von 50+1 würde das Unternehmen exorbitant mehr Wert sein. Diesen Mehrwert würde man mit einer Kapitalerhöhung abschöpfen können.


In dem Moment würde einfach der Aktienkurs entsprechend ansteigen. Vom Mehrwert profitieren also in erster Linie die Aktionäre,


Nein. In dem Moment in dem die 50+1-Regel fällt, hat sich ja noch nichts an der Stimmrechtsverteilung an sich verändert, sondern es gibt nur die Option dies zu tun. Der BVB e.V. wird seine 50+1-Kontrolle nur aufgeben, wenn er (zumindest den Löwenanteil) des Mehrwerts selbst einstreichen, bzw. in die KGaA (oder dann künftig AG) fließen lassen kann.

Guter Punkt. Hat aber dennoch einen Haken. Es gibt derzeit keine wirklich großen Aktionäre, die überhaupt ein Interesse daran haben können, da deren Anteile viel zu klein sind, um den Laden übernehmen zu können. Über 60% liegen in der Hand von Kleinaktionären. Der größte Einzelaktionär ist Bernd Geseke mit rund 8%.

Es müsste dann erst einmal so ablaufen: Der BVB müsste so viele Aktien zurückkaufen, bis er mehr als 50% besitzt, um dann dieses Paket teurer an einen Investor zu verkaufen. Ein Kleinaktionär wird nur abgeben, wenn er einen ordentlichen Aufschlag erhält. Und der BVB nur profitieren, wenn ein Investor noch einmal ordentlich was darauflegt.

Das aber ist ein großer Nachteil gegenüber reinen e.V., die gar nichts zurückkaufen müssen. Also bleibt es doch dabei, dass andere Vereine vom Wegfall wesentlich stärker profitieren würden, weil sie einfach unkompliziert alles verkaufen können, ohne selbst vorab massiv Geld für Rückkäufe reinstecken zu müssen.

In dem Moment, wo der BVB sagt: Ich biete 4€ je Aktie, steigt übrigens auch der Börsenkurs auf 4€. Ich als Kleinaktionär, der für 4€ verkaufen möchte, würde dann aber nicht an den BVB verkaufen sondern einfach an der Börse, weil das wesentlich schneller und einfacher geht. Und es gibt genügend Käufer, die darauf spekulieren, dass das Angebot des BVB noch steigen wird. Schließlich will er ja unbedingt mehr als 50% haben.

Ich mache ein ähnliches Spiel gerade mit Telefonica Deutschland mit. Da wollte der Mutterkonzern Aktien vom Markt nehmen und hat Summe x geboten. Sofort sprang aber auch der Kurs auf dem freien Markt entsprechend hoch. Nun gibt es Leute wie mich, die einfach gar nichts machen und darauf spekulieren, dass irgendwann ein höheres Angebot kommt. Und dann springt der Kurs erneut an. Sobald das Angebot passt und ich verkaufen möchte, verkaufe ich aber nicht an Telefonica. Sondern einfach an der Börse, weil das einfacher und schneller geht. Und Telefonica wollte lediglich etwa 5% Streubesitz kaufen. Der BVB müsste das bei über 60% machen.


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