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Jetzt mal ganz neutral ohne Wertung (Politik)

Klopfer ⌂, Dortmund, Montag, 09.03.2026, 16:45 (vor 1 Stunden, 40 Minuten) @ nico36de


Und ich glaube, dass eine den objektiven Kriterien zuwiderlaufende Entscheidung nie aus Überzeugung gefällt werden kann, sondern immer ein Bauchgefühl ist.

Ich glaube ja, dass die Ursache für „widersprüchliches Wahlverhalten“ ganz woanders zu suchen ist.
Keine Partei kann jedem oder jeder genau das bieten, was gesucht wird. Es wird immer Positionen in einer Patei geben, die von den eigenen Vorstellungen abweichen.
Das Wahlvolk hat nun mal neben der rein rationalen Ebene auch eine Grundsätzliche, die unter Umständen stärker gewichtet wird.
Wenn ich das bei mir so betrachte (ist für mich am einfachsten ), dann gibt es eine ganze Reihe vermeintlich linker Positionen, die ich rein rational gesehen für unbedingt nötig halte, dass sie umgesetzt werden. Zumindest kenne ich für die Umsetzung der einzelnen Punkte keine wirklich rational begründbaren Argumente dagegen.
Die wären z.B.:
- Reaktivierung der Vermögenssteuer
- Verschärfung der Erbschaftssteuer
- Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf Einkommensteuerniveau
- Abschaffung der privaten Krankenkassen
- Beteiligung der Selbständigen an der Einzahlung in die Rentenkasse

Das würde für mich alles Sinn machen, um einige dringende Probleme in unserer Gesellschaft zu beseitigen.
Diese Forderungen und Punkte finden sich gehäuft allerdings nur bei der Linkspartei wieder.
Alles klar und rational geklärt, aber trotzdem würde ich niemals die Linkspartei wählen, denn auf der anderen Seite steht meine tiefe Abneigung gegen den Sozialismus.
Das ist für mich genauso klar, wer bewusst den Menschen die Freiheit nimmt, sich selbst zu verwirklichen, wie in den bisher existenten sozialistischen Gesellschaften üblich, der hat keinen Platz in meinen Wahlentscheidungen.
ES gibt viele Leute in meinem Umfeld, die das ähnlich sehen und allen Konservativen sei gesagt:
Nein, meine Punkte sind nicht links, es sind Grundpfeiler einer sozialen Marktwirtschaft. Steuergesetzgebungen zum Nachteil der Superreichen sind nicht im Geringsten sozialistisch. Sie würden nur eine massive Ungerechtigkeit in unserem Steuersystem beseitigen, das die Superreichen gegenüber der Mittelschicht unangemessen bevorteilt.
Da heißt es Abwägen und Auswählen, was das kleinere Übel ist, aber am Ende zählen für mich die Bürgerrechte und da sind die Linken halt komplett raus, die AfD übrigens auch.

Was am Ende übrigens dazu führt, dass ich irendwas aus der Mitte wähle, obwohl es eigentlich nicht reichen wird, meine Vorstellungen umgesetzt zu sehen.

SGG
Klopfer


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