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Friedrich Merz kritisiert den Springer-Verlag wegen Ulf Poschardt (Politik)

Ulrich, Montag, 09.03.2026, 22:50 (vor 1 Stunden, 47 Minuten) @ PePopp

Laut Artikel gibt es im Kanzleramt schon länger deutlichen Unmut über Springer. Man wirft der Führung des Verlags vor, dass sie auf gemeinsame Mehrheiten von Union und AfD hinarbeite.


Ich bin doch ein bisschen erstaunt, dass ihnen das nach ein paar Jahren dann doch auch mal bei der Union aufgefallen ist bzw. dass sie es sogar aktiv ansprechen.

Die Ursache dürfte sein, dass es bei Welt, Bild und Co. tatsächlich eine Änderung in der Ausrichtung gegeben hat. Früher hat man zwar durchaus rechtspopulistische Narrative verbreitet, die so ähnlich auch von der AfD kamen. Aber gleichzeitig hatte man sich was die Aussagen zu dieser Partei anging, strikt gegen die AfD positioniert. Seit geraumer Zeit hat es aber eine Richtungsänderung gegeben. Das erste Mal wurde dies nach außen deutlich, als man Elon Musk die Welt zur Verfügung stellte, um einen Wahlaufruf zugunsten AfD zu veröffentlichen. Bei der Welt hat das damals zu den ersten Abgängen bekannter Namen geführt, und das hat sich dann fortgesetzt. Der letzte, der deswegen Schlagzeilen gemacht hat, war Robin Alexander.

Allerdings stinkt der Fisch für mich vom Kopf her, und dieser Kopf ist meiner Meinung nach nicht Ulf Poschardt, sondern Mathias Döpfner. Schon vor einigen Jahren wurden E-Mails, SMS-Nachrichten, etc. durchgesteckt, die vermuten ließen, dass der Mann sich in irgendwelche Verschwörungsmythen verstrickt hatte.

Friedrich Merz dürfte deshalb so alarmiert sein, weil die schwarz-rote Mehrheit im Bundestag nicht sonderlich komfortabel ist, und eine kleine Gruppe innerhalb der Unionsfraktion ausreicht, um Gesetzesvorhaben zu blockieren. Hinzu kommt, dass Friedrich Merz sich angreifbar gemacht hat, weil in vielen Positionen eine 180-Grad-Wende hingelegt hat. Man könnte sarkastisch sagen, dass der Oppositionsführer Friedrich Merz alles getan hat, um dem Kanzler Friedrich Merz das Leben schwer zu machen. Teile der Union fremdeln deshalb mit dem Kurs der Bundesregierung und wollen den "alten Merz" zurück, statt schwarz-rot "Union pur". Einige glauben, das könne man erreichen, wenn man sich als Minderheitsregierung von der AfD dulden lassen würde. Die Anzahl dieser Personen ist im Verhältnis zur Mehrheit klein, aber diese Leute sorgen trotzdem dafür, dass es im Hintergrund gärt. Das macht Merz nervös.


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