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Politischer Fehlschluss (Politik)

Pfostentreffer, Montag, 07.09.2026, 08:50 (vor 4 Stunden, 38 Minuten) @ FourrierTrans

Als studierter und linksgerichteter kann ich dir fast uneingeschränkt zustimmen.

Die Einschränkung ist: Auf der rechten Seite des (demokratischen) politischen Spektrums nehme ich das noch stärker wahr. Da glauben viele, die Migranten (und teils auch andere Minderheiten) wählen alle links. Was nicht der Fall ist.

Und was auch klar zeigt, dass es nicht rein um rationale Argumentation oder den vermeintlichen persönlichen Vorteil geht, sondern Emotionalisierung und Narrative extrem wichtig sind.

"Blacks for Trump" oder "Migranten in der Afd" mögen wir lustig finden, sie wirken aber und normalisieren die Nazi Gruppierungen.


"Links" und "Rechts" sind heutzutage ohnehin bis zur Unkenntlichkeit entstellte Begriffe, die mit dem Ursprünglichen nichts mehr zu tun haben. Dazu empfehle ich immer die Podcasts von Markus M. Schmitt.

Ich mag ihn auch und wir haben ja schon mal festgestellt, dass wir beide gerne die neuen Zwanziger hören. Deswegen muss ich ihm aber nicht in allem folgen.

Meine Vorstellung von links und rechts sind sehr klar und ursprünglich und bestätigen sich jeden Tag aufs Neue (zumindest rechts, links kann meinem Anspruch da nicht immer gerecht werden).

Ich halte die Unterscheidung in soziale Milieus für Wählerverhalten tatsächlich zielführender. Zum einen ökonomisch, aber auch kulturell.

Das kommt auf das Ziel der Unterscheidung an. Und das eine schliesst das andere ja nicht aus.

Ich kenne ohne Ende Menschen aus einem "vormals migrantischen" Umfeld, also beispielsweise Türken oder Griechen, die sich von den "neuen" Migranten bedrängt fühlen und die sich massiv gegen das "woke" der etablierten Parteien stellen.

Absolut. Und für jeden, der sich ein Wenig mit Soziologie beschäftigt, erscheint das auch ganz logisch. Die Springer / AFD / CDU Erzählungen / Narrative funktionieren bei Migranten (also tatsächlich migrierten Menschen) sehr gut. Wenn ständig über Migranten nur als Kriminelle gesprochen wird wie bei uns, ist eine Absetzbewegung logisch.

Zudem sind wir fast alle aus einem "vormals migrantischem" Umfeld", wenn man die Zeitlinie nur lang genug zieht. Und die etablierten Parteien sind alle längst sehr weit von allem "Woken" entfernt, besonders Union, die ist inhaltlich längst näher bei den Nazis als bei den Woken und scheut ja auch parlamentarisch längst nicht mehr die Zusammenarbeit mit den Nazis. Also in der Realität, nicht unbedingt in der Wahrnehmung der Menschen. Selbst die Grünen haben Geas und neuen Gaskraftwerken zugestimmt. Da ist nicht mehr viel mit woke.


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