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Das ändert genau gar nichts (Sonstiges)

Knüppler17 ⌂, Dienstag, 31.10.2017, 14:33 (vor 3062 Tagen) @ uwelito

Allerdings würden die ca. 25 bis 30 % der Abgehängten und Wenigverdiener, die Trump gewählt haben, ohne die Untersuchungen im Zusammenhang mit der Russlandaffäre so langsam aber sicher wohl zu einer wachsenden Gefahr für ihn werden. Weil die feststellen würden, dass es ihnen wirtschaftlich genau so schlecht geht wir vorher, dass sich das Rad der globalen wirtschaftlichen Entwicklung durch dummpfes Getöse nicht zurückdrehen lässt. Die Auswirkungen der geplanten Taxcuts würden zudem zweifelsohne auch die ärmeren Weißen die ihn gewählt haben hart treffen (https://www.theguardian.com/us-news/2016/nov/23/trump-tax-plan-cuts-wealthy-low-income-inequality). Dies wäre ohne Russland auch unter diesen Leuten durchaus ein gefährliches Thema. Siehe Obamacare.

Da ist mE der Wunsch Vater des Gedankens. So gut wie alle Republikaner, so sehr sie Trump auch verabscheuen oder sich von ihm abwenden, können sich im Zweifel darauf einigen, keinen demokratischen Präsidenten zu wählen. Lieber bleiben sie bei der Wahl zuhause oder hacken sich die Hand ab, als einen Kandidaten wie Obama zu unterstützen. Diejenigen, die Trump heute noch die Stange halten, dürften tatsächlich nur noch seine überzeugten Anhänger sein.

Das wird ihm aus meiner Sicht aber mittelfristig auch nicht helfen können, um im Amt zu bleiben. Wenn irgendwann mal alle Karten auf dem Tisch liegen werden wird er geopfert.

Ich traue den Republikanern dieses Rückgrat nicht zu. Sämtliche Senatoren, die so öffentlichkeitswirksam gegen Trump wettern, stimmten bislang in satt über 90% der Fälle in Trumps Sinne ab. Es gibt zwar Leute wie Flake, Corker oder McCain, deren politische Karriere demnächst vorbei sein wird und die sich deshalb aus dem Fenster lehnen können, doch auch sie werden es nicht übers Herz bringen, z.B. eine Wahlempfehlung für einen Demokraten auszusprechen. Die Abneigung gegenüber den Demokraten ist so stark (vice versa), dass es hier doch wohl beim Theaterdonner bleiben wird. Wenn die Demokraten eine Chance haben wollen, müssen sie ihre eigene Wählerschicht zusammenbringen und die gesellschaftliche Mehrheit, die sie zweifelsohne repräsentieren, in entsprechender Zahl an die Urnen treiben.


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