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Immobilienkauf und co. (Sonstiges)

Trainer09, Bochum, Mittwoch, 11.10.2023, 10:18 (vor 831 Tagen) @ guy_incognito

1) Ich habe keine Objekte finden können, die die historische Rendite von Aktien/ETF im Mittel schlagen würden - erst Recht nicht, wenn man den zusätzlichen Aufwand und die Illiquidität einbezieht.

Alles drei sehr gute Punkte, die wir auch so gesehen haben.

Den 1. Punkt möchte ich doch mal kurz ein bisschen entkräften. Zunächst aber mal: Natürlich sind Immobilien als Anlage mit vermehrter Arbeit und diversen Risiken verbunden. Das lässt sich mE aber deutlich einschränken- allerdings eben nicht aus der Welt schaffen.

Aber der größte Unterschied zu anderen Anlagemöglichkeiten ist eben dieser: Die Bank gibt dir Geld dafür.

Ich hatte dieses Thema auch im letzten Jahr selbst und habe mich am Ende für den Kauf einer kleinen Wohnung in Bochum entschieden, und zwar aus folgenden Beweggründen mit folgendem Rechenbeispiel (sehr vereinfacht):
Ich habe gerade 10k Euro zur Verfügung und überlege, was ich damit machen soll. Optionen sind: Immobilie, ETF, Festgeld. Und wir gehen der Einfachheit halber mal davon aus, dass jede der Optionen 6% Rendite abwirft (bei Festgeld (noch) nicht denkbar).
Dann habe ich bei Festgeld am Ende des ersten Jahres 600 Euro Zinsen, bei ETF 600 Euro Depotzuwachs.
Bei meiner Immobilie ist es folgendermaßen: Ich bekomme für meine Immobilie, die ich für 100k gekauft habe, 500 Euro Kaltmiete pro Monat- sprich 6k Euro im Jahr. Davon zahle ich der Bank die Zinsen, tilge (auch zu meinen Gunsten) und habe eine Rücklage für Schäden. Wenn ich für Zinsen und Rücklage 4000 der 6000 Euro veranschlage (und früher wars ja eben so, dass man 5-Prozenter aufwärts gesucht hat, weil man von 2% Zinsen, 2% Tilgung und 1% Rücklage ausging), bleiben mir immer noch 2000 Euro, die dann die Tilgung einnimmt.
Macht eine Eigenkapitalrendite von 20%.

Zum Vergleich: Mit ETF und (derzeit nicht realistischem) Festgeld sinds eben bloß 600 Euro.

Problem heute: Der 5 oder 6-Prozenter reicht eben nicht mehr. Bei Zinsen von 5% bräuchte man schon 8- oder 9-Prozenter, um positiven Cashflow zu erzielen oder zumindest auf Null zu kommen und die Tilgung als Wertzuwachs zu haben.

Aber die Eigenkapitalrendite macht Immobilien mE zu einer unschlagbaren Möglichkeit Vermögen aufzubauen. Der Hebel ist erheblich durch das Fremdkapital der Bank.
Allein die höheren Zinsen sind gerade der Grund, warum es gerade nicht funktioniert.


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