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CDU momentan unter 5% gefallen (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 20.09.2026, 23:48 (vor 17 Stunden, 52 Minuten) @ Ulrich

Das ist so lustig, genauso wie die ganzen Stromberg Memes…


Dabei gehe ich jede Wette ein, Friedrich Merz konnte vor wenigen Monaten mit dem Begriff "Stromberg" nichts anfangen. Und ich bin mir nicht sicher, dass er mittlerweile etwas damit anfangen kann.


Wenn man jetzt mal so wirklich geschmacklose und asoziale Verächtlichmachungen außen vor lässt: der Grad des Sarkasmus über Politik und Politiker/innen (leider oft auch nicht unbegründet) hat ein Ausmaß angenommen in der deutschen Öffentlichkeit, so ist mein Eindruck, das wirklich besorgniserregend ist. Egal wo man hinkommt. Ich habe da nicht gelebt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das zu Zeiten von Adenauer, Schmidt oder v.Weizsäcker auch so war. Einfach auch, weil diese Persönlichkeiten und deren Arbeit diese beißende Ablehnung schlicht nicht zugelassen haben.


Willy Brandt wurde auf übelste Weise diffamiert, weil er als junger Mann aus Deutschland geflohen war, um dem Nazi-Terror zu entgehen. Hätte er das nicht getan, wäre er in den ersten Wochen nach der Machtergreifung in irgendeinem Kellerloch von der SA gefoltert und eventuell auch ermordet worden. Auch Helmut Kohl musste einiges über sich ergehen lassen, Stichwort beispielsweise "Birne".


Ja gut, dass ein Land, das noch zu signifikanten Teilen aus Alt-Nazis bestand, auch und gerade im Öffentlichen Dienst und im Staatsapparat, einen Brandt als Vaterlandsverräter ansah, ist ja irgendwie nachvollziehbar. Was aber nicht an Ablehnung "der Politik" an und für sich lag.
Selbst ich als Millenial habe noch häufiger "ein deutscher Junge weint nicht" zu hören bekommen, an der ein oder anderen Stelle. Will gar nicht wissen, wie das in den 60ern war.


Man hat auch die Politik von Willy Brandt massiv abgelehnt. Teile von Union und FDP hingen damals noch dem Gedankengut an, man könne die verlorenen Ostgebiete doch irgendwie zurückholen.

Ja. Auch ich bin ein Heimatvertriebener und hätte die Partei damals gewählt, die mir meine Heimat zurückversprochen hätte. Stattdessen muss ich heute fremdgesteuert für einen westfälischen Großkapitalisten arbeiten und mich schinden und erniedrigen lassen. Eine große Scheisse ist das. Wäre viel lieber auf meinem Pferdehof in der schönen Grafschaft Glatz, dem schlesischen Tirol, aber nein, ich hocke immer noch hier.


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