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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

Phil, Montag, 21.09.2026, 08:46 (vor 8 Stunden, 8 Minuten) @ Didi

Fakt ist halt, dass es in Deutschland auf Bundesebene eigentlich nur 1998 und 2002 (mit ganz wenigen Sitzen mehr) eine so genannte Linke Mehrheit unter denen gab, die gewählt haben.

Das gehört zur Analytik dann schon dazu, genau wie du sagst. Von mir aus kann man noch jene Jahre mit SPD-FDP Regierung dazu rechnen, weil die FDP damals ja einen deutlicher nach links gerichteten Kurs hatte, der dann ja aber ziemlich verschwand.

Aber streng genommen, waren es nur die Regierungen von Schröder, die eine linke Mehrheit hatten.

Und wie du sagst, waren dann jedenfalls seit Ende der schwarzgelben Koalition unter Merkel die Regierungen in ihren Handlungen eigentlich immer eher links ausgerichtet. Zunehmend nun, weil die Union einfach gar keine anderen Partner mehr findet. Und im Resultat kam dann diese AfD aufs Parkett. Die ja zunächst genau dieses eher erzkonservative Lager abholte. Und sich dann peu a peu radikalisierte und offenbar reihenweise Wähler mit ihren Programmen und Vorstellungen anlockt.

Und das ist dann natürlich ein Desaster und mich wundert die teils diebische Freude darüber, wie nun allerlei politisches Spektrum darüber zerfällt (SPD, nun auch CDU) oder im Grunde nahezu ganz verschwindet (FDP).

Und da wird man dann mal seine Analytik etwas ausweiten müssen und auch mal länger darüber nachdenken müssen, wie man damit überhaupt umgehen soll und was helfen könnte, diese Geister wieder unter Kontrolle zu bringen.

Mit einfach nur "wollen" (bzw. nicht wollen) wird es nicht getan sein. Die Politik und auch die Gesellschaft muss sich schon selbst mal nehmen, wie sie offenbar ist. Und nicht unentwegt versuchen nur so zu tun, wie man eigentlich vielleicht sein will.

MFG
Phil


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