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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

Scherben, Kiel, Montag, 21.09.2026, 10:30 (vor 52 Minuten) @ Litze80
bearbeitet von Scherben, Montag, 21.09.2026, 10:41


An welchen Wahlergebnissen von Merkel machst Du das fest? Man findet ja zu allen Wahlen (2005, 2009, 2013, 2017) Statistiken zu den Wählerbewegungen.

In den von dir genannten Bundestagswahlen ist die AfD nur 2013 (damals noch als Anti Euro Partei) und 2017 angetreten. Und schon 2017 war die größer Wählerwanderung nach den Nichtwählern von der CDU zur AfD.


Genau. Das war die Wahl nach der Flüchtlingskrise, und da hatte die AfD dann entschieden, nun keine Anti-Euro-Partei mehr zu sein, sondern nach rechts offen.

Trotzdem bleibt ja die Frage im Raum, wie viele Leute in der Union ihre Politik als "links" wahrgenommen haben. Und nicht vergessen: Selbst 2017 hatte sie noch locker über 30% der Stimmen für die Union geholt.


Hier mal ein Zitat aus einem Artikel aus der Zeit von 2014:


Merkel hat die CDU inhaltlich in die Mitte verschoben, zu einer moderneren Integrationspolitik, einem veränderten Frauen- und Familienbild und einer sozialdemokratischeren Sozial- und Wirtschaftspolitik. Das hat der CDU neue Wählerschichten erschlossen und die Partei koalitionsfähig, auch mit den Grünen, gemacht. Aber es hat Modernitätsskeptiker, Konservative und Ewiggestrige, die früher in der Union neben Liberalen und Christsozialen ihre Heimat fanden, entwurzelt. Sie suchen sich nun woanders ein politisches Sprachrohr.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/cdu-afd-pediga-merkel-friedrich-kritik-analyse

Japp. Sie hat sie in die Mitte verschoben. Ich würde da null widersprechen.


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