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Brandmauer als taktischer AfD-Beschleuniger? (Politik)

Scherben, Kiel, Montag, 21.09.2026, 09:51 (vor 7 Stunden, 3 Minuten) @ bastlke

Das kann man so sehen. In der Konsequenz aber war es eine Politik, die breitere Schichten, die sonst die Union wählten, sich abwenden. Und zunehmend ja auch Wähler von anderen Parteien in die Richtung laufen. Und damit die Mehrheitsbildung eben mit den Füßen, so wie Didis These ist, entsteht.


Diese Mehrheitsbildung mit den Füßen ist aber doch entstanden, NACHDEM Merkel nicht mehr angetreten ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden in der Union gibt, der Merkels letztes Wahlergebnis von 2017 nicht mit Kusshand nehmen würde.

Was ich von ihrer Politik gehalten habe, steht schon woanders, und ich will da auch wirklich nicht gnädig sein. Aber der große Erfolg der AfD ist in allererster Linie mit Friedrich Merz verknüpft. Und begann schon vor seiner Zeit als Kanzler.


Das sehe ich ein Stück weit anders. Als Merkel 2015 die Grenzen öffnete herrschte in Deutschland große Hilfsbereitschaft und Solidarität. Man erinnere sich an die einfahrenden Züge, hunderte Menschen am Bahnhof die diese Vertiebenden begrüßt haben.

Ich weiß, dass es nur wie ein Detail wirkt, aber die Grenzen wurden damals nicht geöffnet, sie wurden nur nicht geschlossen.

Davon ab meine ich hinsichtlich Merz in erster Linie, das er selbst es war, der rhetorisch die Erwartungen erweckt hat, die er selbst nicht erfüllt hat und vielleicht auch gar nicht erfüllen konnte.


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