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Gründe des Scheiterns (Politik)

Lattenknaller, Madrid, Montag, 21.09.2026, 09:47 (vor 7 Stunden, 7 Minuten) @ VM

Ja, die Ausgangslage ist extrem anspruchsvoll, und deine Analyse trifft den Kern des aktuellen Frusts. Wahlanalysen bestätigen genau das: Es ist meist gar nicht die aktuelle persönliche Lage, sondern das schwindende Vertrauen in die Zukunft und der gefühlte kollektive Abstieg, der die Menschen umtreibt. Wenn dann ein staatlich subventionierter Gigant wie China ganze Branchen unter Druck setzt und hierzulande gleichzeitig selbst einfache Bauprojekte jahrelang in Bürokratie ersticken, wirkt das System gelähmt.

Die Lösung liegt aber nicht darin, den Wandel aufzuhalten oder gestrige Erfolgsmodelle künstlich zu beschützen – wie man am Zögern der Automobilindustrie beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge sieht. Deutschland kann im reinen Preiswettbewerb nicht gewinnen. Weiterhelfen wird nur ein radikaler Bürokratieabbau, der Tempo in Infrastruktur und Genehmigungen bringt, eine klare Konzentration auf Spitzentechnologie und eine geschlossene europäische Antwort auf unfaire Handelspraktiken. Das bleibt eine Herkulesaufgabe, aber die Perspektive kommt nur zurück, wenn wir den Wandel aktiv gestalten, statt ihn zu verschleppen.

Grundsätzlich richtig, aber man darf nicht den Fehler machen, die Konkurrenz aus China auf aggressive und unfaire Handelspraktiken zurückzuführen. Die sind in Kernbereichen uns voraus. E-Mobilität, Software und KI. Die Mehrzahl der in den USA genutzten Tokens landen bei KI aus China.
Das hat mit einer Steuerung der Ressourcen und Konzentration zu tun, die uns einfach abgeht. Hier kann die Automobilindustrie den notwendigen Wandel über den Druck auf die konservativen Parteien ausbremsen. Ein deutscher Kanzler stellt sich hin und faselt was von Technologieoffenheit und den Traum eines Fusionsreaktors in 20 Jahren. So geht Industriepolitik NICHT.
Und dass das nicht unbedingt was mit den diktatorischen Zuständen in China zu tun hat, sieht man auch daran das Südkorea uns meilenweit voraus ist.
Und was die KI angeht legen wir uns dann halt mit vorauseilender Gehorsam aus der EU ein EI ins Nest.
Ja, man muss regulieren, der DMA ist richtig und gut, aber in Bereichen des Datenschutzes und der KI muss man schnellstmöglich nachbessern und vereinfachen. Das liegt wie ein Mehltau auf der Softwareindustrie in der EU. Ich kenne ein paar kleinere Entwickler, die haben täglich Schiss, dass sie verklagt werden, weil sie eventuell irgendwas übersehen haben. Während sich die großen IT-Techfirmen dass problemlos wegstecken können.


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