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Süden der USA bereitet sich auf extreme Temperaturen vor (Sonstiges)

Lattenknaller, Madrid, Dienstag, 11.07.2023, 12:36 (vor 922 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von Lattenknaller, Dienstag, 11.07.2023, 12:42

In einige Formaten im ÖRR kamen zuletzt einige Berichte über Spanien und den Einfluss des Klimawandels auf die Landwirtschaft.
Die Bauern haben kein/kaum noch Wasser um ihre Plantagen zu bewässern, die Ernteerträge sinken, die Preise steigen demzufolge auch bei uns auf LM aus Spanien, aber ein paar Kilometer weiter in Marbella erstrahlen die Golfplätze in sattem grün, die Pools sind voll, bis auf dass es heiß(er) ist, werden Milliardäre auch den Klimawandel besser ertragen können ;)

Die Bilder aus Saragossa vom Wochenende waren extrem.

Die Diskussionen sind teils absurd, die ich so im spanischen Fernsehen sehe. Die Bauern möchten Wasser aus Zentralspanien und der Donana haben, um ihre Felder zu bewässern. Ein Ökosystem soll dann zerstört werden, um ein anderes für ein paar Jährchen weiter auszusaugen.
Parallel gibt die regionale Regierung von der PP gegenüber der Donana Flächen für eine neue Luxussiedlung mit Golfplatz frei. Das wurde aber kassiert von einem Gericht. Jeder versucht das letzte Quäntchen rauszupressen. Und gerade die lokale Industrie ist halt auf Erdbeeren und den Bau neuer Feriensiedlungen konzentriert. Und jeder Journalist, der im Fernsehen mal sagt, dass das alles nicht nachhaltig ist, wird gesteinigt.
Am Ende hoffen alle, dass man große technologische Lösungen wie Entsalzungsanlagen und etc. einsetzen kann. Dass das aber nicht von alleine passiert und im Zweifel auch nicht hilft, interessiert nicht.
Was ich sehe ist eine Mischung aus Hilflosigkeit und Egoismus, weil man der Wahrheit einfach nicht ins Auge blicken möchte.

P.S.: An 23.07. sind Wahlen. Gestern war das einzige direkte Duell von Sanchez und Feijoo. Ein Rededuell. Die beiden Moderator*innen haben nur Stichworte in den Raum geworfen. Keines war "Klimawandel" oder "Dürre". Sanchez war der einzige, der das Wort zweimal in den Mund nahm. Anstatt dessen hat man 1 von 2 Stunden über Vox, Bildu, ERC und Inflation geredet. Mein Eindruck, auch aus Deutschland ist, dass die meisten es nicht mehr hören möchten, um das eigene Gewissen nicht zu belasten. Und man darauf hofft, dass es irgendwie vorüber zieht. Wird schon nicht so schlimm. Wir haben es alle nicht besser verdient.


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