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Süden der USA bereitet sich auf extreme Temperaturen vor (Sonstiges)

Davja89, Dienstag, 11.07.2023, 21:06 (vor 922 Tagen) @ Basti Van Basten

Will das alles überhaupt nicht bestreiten.

Aber es gibt viele Eingroffspunkte auf dem Kontinent selber. Die Fluchtbewegungen haben extrem unterschiedliche Gründe.

Aus den Krisenregionen (Syrien, Libyen, Ukraine oder Afghanistan) aus relativ nachvollziehbar Gründen. Die kommen nicht wegen Klima oder weil die das in Deutschland so toll finden sondern ganz überwiegend aus nachvollziehbar Gründen.
Dann gibt es eine recht große Gruppe aus Nordafrika. Da ist es meistens eher die bessere wirtschaftliche Perspektive. Da könnte man massiv eingreifen in dem man für die "richtigen" legale Anreize schafft. Bmw sollte in der Lage sein aus Nordafrikanern brauchbare Bandarbeiter zu machen. Aktuell kommen aber eher jene die es über Illegale Wege ins Sozialsystem schaffen wollen. Da musst du legale Wege anbieten und Illegale bekämpfen. Wenn Leute innerhalb von 8 Wochen wieder abgeschoben werden ist der Anreiz weg.
Der Weg aus Tunesien ist aber ein anderer als aus Botswana oder Äthiopien. Und der Durchschnittliche Tunesier hat finanziell und Infrastrukturell ganz andere Möglichkeiten.

Wenn sich jetzt die wirklich für 100 Mio. Menschen die Lebensgrundlage entzieht wird das erstmal zu massiven Problemen führen. Unbestritten. Trotzdem werden davon Bruchteile sich auf den Weg nach Europa machen. Da reden wir im Fall von Äthiopien teilweise von Leuten die maximal 2,50 Euro auf Tasche haben. Deren Horizont langt gar nicht bis Europa. Das soll nicht böse klingen aber Europa ist für die soweit weg wie der Mars. Das sind völlig andere Gesellschaften als die Syrische die vorm Krieg eine relativ Entwicklung hatte.
Deswegen wäre es eben besonders wichtig auf dem Kontinent selber Alternativen zu entwickeln. Denn bei 100 Mio Menschen vergisst man schnell das wir von einem Kontinent mit 1,4 Mrd. Menschen reden. Daher wäre der beste Plan um Flucht nach Europa zu unterbinden, steigender Wohlstand in vielen Regionen Afrikas. Da ist auch durchaus was in Bewegung und im Wandel. Ich bin mir zimlich sicher das wir in 20 Jahren einen Aufholjagd des Kontinents auf Europa und die Schwellenländer sehen werden. Junge Bevölkerung die den Aufstieg irgendwann focieren wird, Bodenschätze ohne Ende, teilweise sehr fruchtbare Böden, gigantisch Märkte für alles was man Verkaufen möchte. Man merkt ja auch das dass Selbstbewusstsein der Länder gegenüber Europa, den USA und auch China steigt. Man sieht sich nicht mehr als Bettler sondern Partner (teilweise Kontrahent) auf Augenhöhe.
Insgesamt ist beim Thema Gesundheitsvorsorgung und beim Thema Hunger ja auch sehr viel schon passiert. Aktuell leidet man noch sehr unter dem großen Rückstand durch die Kolonialzeit. Aber das Bild von Afrika ist im Wandel: Das Kind mit dem Hungerbauch und der Fliege im Auge aus den 80ern ist halt nur noch die Ausnahme und nicht mehr die Regel.

Daher glaube ich das dass viel größere Problem der Klima Flüchtlinge sich auf den Kontinent selber abspielen wird. Auch da wird es reichere Länder geben die ihre Pfünde verteidigen wollen. Daher sehe ich eher die Gefahr das die im großen un ganze positive Entwicklung in Afrika dadurch torpediert wird und es im Worst Case dort dann zu Bürgerkriegen und ähnliches kommen könnte. Da müsste die westliche Politik ansetzen. Durch fairen Handel die Wirtschaft dort immer weiter pushen.
Beispielweise Nordafrika zur globalen Wasserstofftankstelle machen. Dort scheint die Sonne auch nicht weniger als am Golf. Das könnte dann sogar für uns zur Win/Win werden.


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